Porträt

laut.de-Biographie

Roll The Dice

Ohne große Erwartungen an eine Sache herangehen: Solcher Gleichmut begegnet einem im buddhistischen Schriften aller Orten. Irgendetwas von dieser Einstellung scheint sich auch bis zum schwedischen Duo Roll The Dice verbreitet zu haben.

Die Musiker der 2009 gegründeten Band legen ihren musikalischen Ambitionen eine ganz ähnlich gelagerte Philosophie zugrunde. "Was passieren wird, wird passieren", geben sie kurz vor dem Release ihres zweiten Albums "In Dust" 2011 in einem Interview zu Protokoll. Allein diese Einstellung macht Roll The Dice schon zu einer seltenen Spezies im Musikgeschäft.

Schaut man sich die Gründungsgeschichte von Roll The Dice an, verstärkt sich dieser Eindruck weiter. Peder Mannerfelt spielt in der Live-Band von Fever Ray, dem Projekt von The Knife-Sängerin Karin Dreijer Andersson. Malcolm Pardon verdient seinen Lebensunterhalt mit der Produktion von Musik für Werbung und TV. Gemeinsam teilen sie sich ein Studio in Stockholm, wo sie zunächst ihre Soloaktivitäten als Musikproduzenten verfolgen, bis dann in langen Gesprächen die Idee entsteht, etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen.

Jamsessions bilden Ausgangspunkt von Roll The Dice. Aus diesen Sessions entwickeln sich 2009 schließlich die Tracks des ersten Albums "Roll The Dice". Es dauert jedoch fast ein Jahr bis sich ein Label findet, das den dunklen Electro-Ambient der beiden in sein Programm aufnimmt. Damit ist der erste Schritt getan. Der Longplayer landet bei dem in Leeds ansässigen Label Leaf Records, wo so unterschiedliche Künstler wie Vladislav Delay, Caribou und Polar Bear zu finden sind. Dort erscheint 2011 das zweite Roll The Dice-Album "In Dust", gefolgt von Live-Auftritten in London und Berlin.

Allzu euphorisch sind die beiden Schweden trotzdem nicht. "Wir machen keine wie auch immer gearteten Pläne", das bleibt weiterhin oberste Handlungsmaxime von Roll The Dice.

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