Porträt

laut.de-Biographie

Robert Forster

Der Name ist untrennbar verbunden mit seiner langjährigen Band The Go-Betweens. Ähnlich dem Landsmann Nick Cave siedeln auch Robert Forster und seine Bandkollegen Anfang der 80er Jahre von Australien nach London über, um ein größeres Publikum zu finden.

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Zwischen 1981 und 1988 erscheinen sechs in Szenekreisen gefeierte Indie Pop-Alben, bevor sich die Gruppe 1990 mit einem Best Of-Album auflöst. Die beiden Songwriter Grant McLennan und Forster bleiben ihren Fans jedoch musikalisch erhalten.

Der am 29. Juni 1957 in Brisbane geborene Sänger und Gitarrist siedelt nach dem Bandsplit mit seiner Frau Karin ins bayerische Regensburg über. Noch 1990 kommt er seinem Ex-Partner McLennan zuvor und veröffentlicht das hochgelobte, in den Berliner Hansa Studios aufgenommene Album "Danger In The Past". Die ausgekoppelte Single "Baby Stones" verströmt in ihrer unprätentiösen Popseligkeit schwer den Duft seiner Ex-Band. Als Produzent tritt Nick Cave-Intimus Mick Harvey in Erscheinung, der auch ein bisschen McLennan-Ersatz spielt und einige Instrumente wie Gitarre, Orgel und Bass übernimmt.

Es folgen "Calling From A Country Phone" (1993) und das Coveralbum "I Had A New York Girlfriend" (1995), die beide in Australien entstehen. Auf letzterem verarbeitet Forster überraschend auch Songs von den Altrockern Heart und den Synthie-Poppern Martha & The Muffins.

Robert Forster - Songs To Play
Robert Forster Songs To Play
Der Albumtitel ist eine klare Aufforderung.
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Für das vierte Album "Warm Nights" tut sich Forster 1996 mit dem schottischen Songwriter Edwyn Collins zusammen, der im Jahr zuvor mit "A Girl Like You" einen Single-Welthit landete.

Collins produziert das Album und übernimmt den zweiten Gitarrenpart. Mit "Rock'n'Roll Friend" ist ein Song in einer neuen Version auf der Platte enthalten, der einst eine Single-B-Seite der Go-Betweens zierte.

1997 macht das französische Musikmagazin "Les Inrockuptibles" die Go-Betweens wieder zum Thema, indem sie die Australier zur besten Gruppe aller Zeiten kürt. Dank Wiederveröffentlichungen alter Platten kommt die Band bei nachgewachsenen Indie-Fans ins Gespräch. Kurz darauf treffen sich Forster und McLennan wieder und starten einen zweiten gemeinsamen Anlauf.

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Den zweiten Frühling der Gruppe beendet der plötzliche Tod McLennans an einem Herzinfarkt am 6. Mai 2006 jäh. Posthum erscheint 2007 "Intermission", eine Zusammenstellung der schönsten Solokompositionen von Forster und McLennan.

Mit den ehemaligen Go-Betweens-Mitstreitern Adele Pickvance (Bass) und Glenn Thompson (Drums) nimmt Forster zudem das Soloalbum "The Evangelist" (2008) auf. Unter den zehn Songs befinden sich auch drei, die Forster noch mit McLennan begonnen hatte.

Die Kritiker überschlagen sich mit Lob, doch Forster zieht sich aus dem Rampenlicht zurück. Er lebt weiterhin in Regensburg und Australien und ist als Kritiker für die Zeitschrift "The Monthly" tätig. 2009 erscheint eine Sammlung seiner Artikel mit dem Titel "The Ten Rules Of Rock'n'Roll". Er kümmert sich um das musikalische Erbe der Go-Betweens in Form aufwändiger Retrospektiven und ist als Produzent tätig (John Steele Singers, Halfway).

Ein neues Album unter eigenem Namen, mit dem Titel "Songs To Play", erscheint aber erst 2015. Er nennt es einen Neuanfang, den er im Dezember auch auf deutschen Bühnen vorstellt.

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Termine

Sa 28.05.2016 Dublin (Whealans)
So 29.05.2016 Glasgow (King Tuts Wah Wah Hut)
Di 31.05.2016 Manchester (The Deaf Institute)
Mi 01.06.2016 London (Islington Assembly Hall)
Sa 04.06.2016 Barcelona (Primavera Sound Festival)

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