Porträt

laut.de-Biographie

Pili Pili

"Die Anziehung durch afrikanische Musik bestand schon immer, allein schon, weil Jazz, Rock, Soul, Blues, ja weite Bereiche der Popszene, weil das alles ohne die afrikanischen Einflüsse undenkbar wäre."

Pili Pili - Ballads Of Timbuktu Aktuelles Album
Pili Pili Ballads Of Timbuktu
Westafrikanische Geschichte mit traditionellen Rhythmen, Samples und Loops.

Die Liebe zur afrikanischen Musikkultur entdeckte der Kopf von Pili Pili, Jasper van't Hof, nicht erst bei einer Tournee 1982/83, die ihn und Philip Catherine nach Zentralafrika führt. Später liegt der Fokus mehr auf West-Afrika, um sich dann schließlich mit dem 2011er Album "Ukuba noma Unkungabi" nach Süden zu wenden.

"Wir spielten viel und begeistert mit afrikanischen Percussionisten zusammen; in Zaire erlebten wir die Band von Nono, der dort eine Art Verehrung genießt, - zwölf Leute mit Riesentrommeln -, da sagte ich mir, die Rhythmussektion der nächsten Platte wird ganz anders, die nächste LP machst du mit African Drums."

Mit der nigerianischen Isaac Tagul Group geht er 1984 ins Studio. "Wir trafen uns in London und ich stellte den schwarzen Musikern mein Konzept vor. Sie zogen Kopfhörer auf und hörten sich meine Tracks an. Über die anschließende Frage, welche Stücke aus ihrer Volksmusik jeweils passen würden, gab es enorme Auseinandersetzungen; so weigerte sich die Gruppe z. B., eine 4/5-Komposition zu akzeptieren, weil dieses Metrum ihrer Volksmusik fremd ist, - aber in zwei Wochen war das Album perfekt."

Das Ergebnis war sensationell und trug den Namen Pili Pili, was in der Landessprache von Zaire 'scharfer Pfeffer' heißt. Über Nacht waren die Namen Jasper van't Hof und Pili Pili in der Clubszene ein Begriff.

Für die Aufnahmen zu "Hoomba Hoomba" (1985) stößt Angelique Kidjo zur Gruppe und spielt insgesamt fünf Alben mit ihnen ein, die als Ausgangspunkt ihres internationalen Erfolgs gelten. In ausgedehnten Tourneen (u.a. mit Trilok Gurtu) erspielen sie sich einen wachsenden Fankreis, bevor Angelique 1991 die Truppe verlässt. In unregelmäßigen Abständen trifft sich die Stammcrew der Pili Pilis bis heute, um mit unterschiedlichen Gästen ihre Weltmusik-Vision zu malen und auf Platte zu bannen.

Zum 20-jährigen Jubiläum erscheint 2004 mit "Post Scriptum" eine musikalische Retrospektive auf einer Doppel-CD. Der erste Teil führt durch die Bandgeschichte einer der dienstältesten Weltmusiktruppen. CD 2 wartet mit bisher unveröffentlichten Live-Mitschnitten auf.

Alben

  • Labelseite

    Mit ausführlichen Infos, Hörproben, Konzertterminen etc.

    http://www.jaro.de/php/index.php3?page=content/artist&artist_id=c470420ec0e6500c04339cb3aa225a82&sid=e425c9ece50770a068f84b29e7d49130

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