Porträt

laut.de-Biographie

Pete Molinari

Bei Pete Molianri scheint nichts zusammen zu passen: Der Singer/Songwriter mit maltesischen, italienischen und ägyptischen Wurzeln erblickt das Licht der Welt in Chatham in der englischen Grafschaft Kent; die Musik des 28-Jährigen entzieht sich im Jahr 2008 aktuellen Trends, indem sie sich dem Folk der amerikanischen Musiktradition der 60er-Jahre, dem Country und dem Rockabilly verpflichtet fühlt.

Bereits als Kind lauscht er fasziniert den Platten seiner älteren Brüder und ist begeistert von Billie Holliday, Bob Dylan, Johnny Cash, Woody Guthrie, Hank Williams oder Leadbelly, deren Einfluss auf ihn größer sind als der spätere Grunge Nirvanas oder der Britpop von Oasis, dem sich seine Freunde zuwenden.

Stattdessen absorbiert er mit der Lektüre der Bücher "Bound For Glory" von Woody Guthrie und "On The Road" von Jack Kerouac den Romantizismus und Geist des gelebten Musiker- und Dichterdaseins.

Dass er sich zukünftig der Musik und Kunst widmet, stößt bei seinen Eltern auf wenig Akzeptanz: "Meine Eltern kamen wegen der Arbeit in dieses Land und konnten meine Entscheidung kaum akzeptieren. Ich hatte Hunderte von Jobs - von Fabrikarbeit bis zur Kartoffelernte - die ich nur zwei oder drei Tage ausgeübt habe, weil ich ständig nur über Songs nachgedacht habe."

Mit eigenen Songs macht er sich nach kleinen Auftritten in Chatham und London auf nach New York, der geplante einmonatige Trip dehnt sich schließlich auf zwei Jahre aus. In der lebendigen Folkszene des Greenwich Village macht er sich einen Namen und spielt mit Musikern wie Justin Devereaux und Eric Fransen, die einst für Phil Ochs und Bob Dylan aktiv gewesen sind.

"Sie fanden es seltsam, das ein Junge meines Alters aus England diese Art von Musik authentischer präsentierte als viele Amerikaner, die sie normalerweise im Village sehen und hören." Nach seiner Rückkehr nach England ist es kein geringerer als der Künstler und Musiker Billy Childish, der Pete vorschlägt, ein Album aufzunehmen.

"Walking Off The Map" spielt Pete in Lo Fi-Manier in Billy Childishs Küche ein. Seine Songs knüpfen an die Folk- und Country-Roots an, sein Gitarrenspiel unterstützt Wolf Howard mit reduzierten Percussion- und Mundharmonika-Einlagen; Billys Frau Julie tritt als Gesangspartnerin in Erscheinung. "Walking Off The Map" erscheint 2006 auf dem Label Damaged Goods.

Mit seinem zweiten Album "A Virtual Landslide" (Damaged Goods, 2008) beschreitet Pete Molinari professionellere Wege und nimmt die Songs in den Toe Rag Studios mit Liam Watson (White Stripes) auf, ohne aber seine nostalgische Prägkraft einzubüßen.

Als Mitmusiker hat er für dieses Bandalbum Ed Turner (Gitarren, Percussion), Carvin Ellis (Orgel, Gitarren), Rupert Brown (Drums, Percussion), Matt Radford (Bass) und BJ Cole (Pedal Steel, Dobro) an seiner Seite.

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