Porträt

laut.de-Biographie

Perry Blake

Spricht man hierzulande von irischen Bands oder Künstlern, sind Namen wie U2, The Cranberries, The Undertones oder Westlife schnell bei der Hand. Perry Blake leider nicht. Zwar prognostizieren Kritiker mit jedem neuen Album seinen Durchbruch, doch weder in Deutschland noch in der irischen Heimat konnten Blakes zarte, der Einsamkeit huldigende Singer/Songwriter-Kompositionen bislang größere Erfolge verbuchen.

Voraus sind uns da die Franzosen, die den Mann schon Ende der 90er Jahre ins Herz schließen, und ihn spätestens seit seiner Vertonung des Films "Presque Rien" (deutscher Titel: "Sommer Wie Winter ...") im Jahr 2000 vergöttern. Zwei Jahre zuvor knackt sein Debütalbum "Perry Blake" aus dem Stand die Top 40 der französischen Albumcharts, zeitgleich fällt der Song "The Hunchback of San Francisco" BBC-Verantwortlichen auf, wodurch Blake auch im Königreich Punkte sammelt. Sein zweites Album "Still Life" veröffentlicht der Ire 2000 bereits auf dem französischen Kultlabel Naive (Carla Bruni, Mirwais, Marianne Faithfull, Dead Can Dance) und spinnt darauf den orchestralen, Filmmusik-kompatiblen Grundsound des Erstlings weiter. Dazu passt, dass sich Blake als Liebhaber des französischen Films sowie des Orchester-Maestros Burt Bacharach (Marlene Dietrich) outet.

Geboren 1971 im irischen Sligo, wächst Blake in London auf, bevor er in den 90er Jahren nach Frankreich auswandert, wo er auch sein erstes Album einspielt. Großen Einfluss auf sein musikalisches Schaffen haben die Songwriter-Legenden Leonard Cohen, Neil Young und David Bowie, sowie die Kultalben "What's Going On?" von Marvin Gaye und "Secret of The Beehive" von David Sylvian.

Die Liebe für Marvin Gaye und Motown-Sound im allgemeinen hört man insbesondere Perry Blakes drittem Studioalbum "California" an, das im Jahr 2002 nach der Liveplatte "Broken Statues" erscheint. Reich an Wah-Wahs und Geigen weiß Blake das ihm eigene Wehmutsgefühl wieder unnachahmlich melodisch zu vertonen. Nach Kollaborationen mit den französischen Stars Françoise Hardy und Benjamin Biolay kümmert sich Blake 2004 wieder um seine persönliche Zukunft. Dem kurzen Flirt mit dem Rhythmus sagt er Lebewohl und erarbeitet für sein neues Werk stattdessen eine Sammlung reduzierter, feinsinniger Akustiksongs, denen er eine wohltuende Menge an elektronischen Sounds unterjubelt. Das Ergebnis hört auf den intimen Namen "Songs For Someone" und erscheint hierzulande Ende Januar 2005.

Die folgenden Jahre ist der Sänger überaus fleißig. Innerhalb zweier Jahre erscheinen erst "The Crying Room" (2006) und schließlich "Canyon Songs" (2007). Beide Male geht Perry Blake anschließend auch auf kleine aber feine Tourneen, die die Musik seine Fans näher bringen soll.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare