Porträt

laut.de-Biographie

Orphan Hate

Eine Mischung aus Death und Thrash Metal wollen Shouter/Basser Steven Winckler, Gitarrist Lars Simon und Drummer Mathias Gutschmidt 1996 fabrizieren, als sie sich zum ersten Mal in einem Berliner Proberaum einschließen. Ein Jahr später kommen sie wieder heraus und setzen den Plan in die Tat um.

Allerdings ist inzwischen noch Gitarrist Alexander Binus dabei, der sonst bei den Black Metallern Sengaja zockt. Dieser bringt noch ein paar weitere Einflüsse mit ein und als die ersten Gigs in den Jugendzentren der heutigen Hauptstadt ablaufen, sind die Reaktionen ausgesprochen positiv. So entsteht 1998 auch schon das erste Demo, auf welchem es noch relativ brachial zur Sache geht. Die Slayer-Einflüsse treten nach und nach in den Hintergrund und im Laufe der nächsten Jahre entwickeln Orphan Hate immer mehr eigene Trademarks.

Mit der Zeit will sich Steven mehr und mehr auf seine Rolle als Frontmann konzentrieren und gibt den Posten am Bass an Jan Sadler (ebenfalls Sengaja) ab. Mit ihm zusammen fährt die Band eine erste Tour durch Russland, die ein voller Erfolg wird. Wieder zurück, machen sie sich 2001 daran, ein weiteres Demo mit dem Titel "Proceed" aufzunehmen. Die Songs bergen durchaus Qualität, was man vom Sound der Scheibe nicht behaupten kann. Eine zweite Tour durch Russland folgt, bei der die Band im Stile großer Stars abgefeiert wird.

Danach lassen sie es wortwörtlich ein wenig ruhiger angehen. Nachdem sie eine kleine Pause eingelegt haben, spielen sie einige Unplugged-Konzerte und gehen Ende 2003 schließlich wieder ins Studio, um dort in Eigenregie "Changes" aufzunehmen. Allerdings trennen sich kurz nach den Aufnahmen die Wege von Shouter Steven und Gitarrist Lars vom Rest der Band. Zuvor haben sie noch mit Torsten Pfundt von Mors Cordis das Sean Paul-Cover "Get Busy" aufgenommen, mit dem sie am Battle Of The Bands bei VIVA Interaktiv teilnehmen.

Neuer Mann an der Klampfe ist Marcus Forstbauer, neue FRAU am Mikro ist Sina Niklas (Deadalive). Diese weiß genauso derbe zu shouten und zu brüllen wie ihr Vorgänger und bringt auch noch die ein oder andere gute Gesangslinie mit. Gemeinsam nehmen Orphan Hate 2005 ein weiteres Demo auf und bewerben sich langsam aber sicher bei diversen Labels. Die Reaktionen machen Mut und Anfang des nächsten Jahres begeben sie sich ins Studio, um dort ihr offizielles Debüt einzuspielen. Damit lassen sie sich aber ausreichend Zeit, so dass die Scheibe erst 2007 fertig produziert und abgemischt ist.

Nun geht die Suche nach einem geeigneten Label los, was sich ebenfalls wieder in die Länge zieht. Schließlich erhalten Plainsong Records den Zuschlag, die "Blinded By Illusions" Anfang Mai 2008 endlich veröffentlichen. Den Release-Gig des Albums bestreiten sie zusammen mit Drone.

Dabei entwickelt sich wohl eine gewissen Freundschaft zwischen beiden Bands, denn Drone-Fronter Mutz gibt auf dem Nachfolger "Attitude & Consequences" ein Gastspiel ab. Bis dieses allerdings zu hören ist, vergehen geschlagene vier Jahre, in denen die Band zwar nie komplett in der Versenkung verschwindet, jedoch auch bereits gewonnenen Boden wieder verliert.

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