Porträt

laut.de-Biographie

Omik K.

Armut, Trennungsschmerz, Einsamkeit: Der Leipziger Rapper Omik K. stand in seinem Leben nicht immer auf der Gewinnerseite: "Ich bin in Kuba aufgewachsen. Wir hatten nichts. Meine Eltern trennten sich kurz nach meiner Geburt. Ich musste früh lernen, wie man alleine zurechtkommt".

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Omik K. kommt 1989 in der Stadt Moron, Ciego de Avila, in Zentralkuba zur Welt. Bereits kurz nach seiner Geburt trennen sich seine Eltern. Zwischen Vater und Mutter hin und her pendelnd, wird Omik bereits in frühen Jahren mit den Schattenseiten des Lebens konfrontiert. Neben der familiären Zerrissenheit, plagen den Kubaner zudem Hunger, Durst und Einsamkeit: "Wir lebten in einem Armenviertel. Hunger und Durst gehörten zum Alltag"", sagt Omik.

Im Alter von sechs Jahren nimmt ihn ein Teil seiner Familie mit nach Deutschland. Doch auch hier leidet Omik. In Leipzig besucht er eine Grundschule, wo er tagtäglich mit Misstrauen und Abneigung konfrontiert wird. Omik wird zum Einzelgänger, der sich zunehmend von der Außenwelt abschottet. Das einzige, was den gebürtigen Kubaner Halt gibt, ist seine Liebe zur Musik.

Besonders der raue Sound des amerikanischen Hip Hop hat es dem wütenden Heranwachsenden angetan. Mit elf Jahren schreibt Omik seine ersten Texte. Diese präsentiert er seinen Kumpels aus der Nachbarschaft, die sich nach der Schule vor allem mit dem Besprühen von Hauswänden und Straßenbahn-Waggons beschäftigen. Was anfänglich belächelt wird, erntet einige Jahre später tosenden Applaus, denn nach dem Schulabbruch setzt Omik K. im Jahr 2004 alles auf eine Karte und veröffentlicht seine ersten Songs via World Wide Web.

Kurze Zeit später horcht die Szene auf. Plötzlich beschäftigen sich etablierte Business-Köpfe mit dem neuen Stern am Leipziger Hip Hop-Himmel. Joe Rilla, Morlock Dilemma, Big A3XL: Sie alle sind begeistert, wenn Omik K. seine kantigen Straßenreime auf pumpende Beats rappt.

Es dauert nicht lange, bis auch die Industrie hellhörig wird (Promille Records) und dem Wahl-Leipziger zu seinem Debütalbum verhilft ("13 Jahre Deutschland"). Kurz nach der Veröffentlichung seines Albums verabschiedet sich das Label jedoch wieder von der Bildfläche und Omik K. ist gezwungen, sein zweites Werk in Eigenregie an den Start zu bringen.

Danach wird es merklich ruhiger um den Newcomer. Der Grund: Omik wird Vater. Die Familie hat nun erst einmal Vorrang. Erst im Jahr 2013 beginnt der Rapper wieder mit dem Verfassen neuer Texte, die sich allesamt auf dem im Februar 2014 erscheinenden dritten Album "Sangre Mala" wiederfinden.

Für Omik K. ist Hip Hop mehr als nur Musik. Dabei spielt seine Vergangenheit eine große Rolle: "Hip Hop hat aus mir einen Charakter gemacht, der sich nichts mehr gefallen lässt. Auch wenn ich mittlerweile viele Freunde habe, sehe ich mich immer noch als Einzelgänger, der wie kaum ein Zweiter weiß, wovon er rappt."

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