Porträt

laut.de-Biographie

Nu Pagadi

Aus den unendlich vielen Kandidaten, die sich immer noch bei einem Popstars-Casting einfinden, haben es weitere vier geschafft. Am 8. Dezember 2004 fällt zum wiederholten Mal die Entscheidung, wer die neuen "Popstars" werden: Doreen, Markus, Kristina und Patrick.

Die Jury - Lukas Hilbert (der den Bösen gab), Uwe Fahrenkrog-Petersen (als lieber Papa) und Sandy (als Popstars-Urgestein) - prüfte die Teilnehmer dieses Mal nicht nur auf Gesangs- und Tanz-Qualitäten. Sie müssen ein wirkliches musikalisches Gespür beweisen.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass einige der Gewinner schon zuvor Erfahrungen im professionellen Umgang mit Musik gesammelt haben. So spielte Markus (5. Mai 1979) aus Moers zu Hause Gitarre in seiner eigenen Band. Außerdem nahm er über drei Jahre Musical-Unterricht. Kristina (26. Juli 1984) aus Lünen ist von Beruf Sängerin. Die Potsdamerin Doreen (4. November 1986) geht noch zur Schule, Pat (5. Januar 1976) studiert in Berlin.

Die vier bekamen den Namen Nu Pagadi, der sich vom russischen Ausruf "nu pogodi" ableitet und soviel bedeutet wie "Na warte!". In der Endausscheidung performten die sechs Kandidaten, die es ins Finale geschafft hatten, bereits den späteren Nummer Eins-Hit "Sweetest Poison". Ihren Auftritt nannte Stefan Raab kurz darauf eine Mischung aus Dschingis Kahn und Rammstein. Dabei nahm der Fernsehmoderator sowohl auf die pelzigen Kostüme (die trotz allem viel Haut blitzen ließen), als auch auf die Musik Bezug. Diese pendelt irgendwo zwischen Him, Evanescence und eben Rammstein.

Schon im Mai kriselt es bei den dunkel angehauchten Casting-Geschöpfen zum ersten Mal. Die blonde Doreen, die im September 2005 von einer Liaison mit Rapper Sido berichtet, wird wegen musikalischen Differenzen (sie favorisiert u.a. Beyoncé Knowles) vor die Tür gesetzt. Wenige Monate später löst sich die Gruppe ganz auf. Markus und Pat können auch mit Kristina nicht mehr: "Kris sieht sich eher in einer verrauchten Bar am Piano sitzen und Soul singen. Mit dieser Liebe bist du in einer Rockband einfach am falschen Platz." Beide wollen nun solo weiter machen.

Von der kolportierten Trennung im Guten ist wenige Tage später keine Rede mehr. Kris schießt in der Bild-Zeitung mit dem erwartbaren Maß an Naivität zurück. "Nach dem, was ich wollte, wurde nie gefragt. Ich sollte einfach nur funktionieren. Wir waren nur Marionetten. Es ist eine Illusion zu glauben, dass man mit Plattenverkäufen als Sängerin Millionen verdient. Das große Geld verdienen andere", meint die 21-Jährige. "Diese Steinzeit-Kostüme und Lederklamotten, wie ich sie bei Nu Pagadi tragen musste, waren nie mein Stil. Unsere Schrei-Musik auch nicht", findet sie plötzlich und kündigt eine Solo-Karriere der "echten" Kris an. Zudem habe nicht sie Doreen vertrieben, sie selbst sei aus der Band gemobbt worden: "Wenn man nicht stark genug ist, macht es dich kaputt."

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