Porträt

laut.de-Biographie

Now It's Overhead

Von Now It's Overhead ist wenig bekannt. Wie bei so mancher Band des schnieken Labels Saddle Creek aus Omaha, Nebraska sind die Fakten rar gesät. Fast mag man absichtliche Legendenbildung dahinter vermuten, denn eine trockene Bandhistory mag so gar nicht zu der wunderschönen Musik passen, wie sie zum Beispiel auch von Now It's Overhead kommt.

Now It's Overhead - Dark Light Daybreak
Now It's Overhead Dark Light Daybreak
Tagsüber ist es viel zu hell für diese Platte.
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Um der romantisierenden Verklärung entgegen zu wirken: die Geschichte von Now It's Overhead beginnt Ende der Neunziger Jahre in Athens, Georgia, der Kleinstadt im Norden des "Peach State", die seinerzeit schon R.E.M. hervorbrachte. Ursprünglich hat Now It's Overhead nur eine Art Projektstatus. Andy LeMaster frickelt allein im Studio herum und entwickelt seine Ideen in Ton.

Diese Vorlagen verwandelt er dann doch mit Hilfe von Schlagzeuger Clay Leverett und den beiden Damen von Azure Ray, Orenda Fink und Maria Taylor, in komplette Songs. Geboren war: Now It's Overhead. Aus diesen Sessions geht das selbstbetitelte Debüt hervor, das in den USA 2001 erscheint. Die Mischung aus dunkel beseeltem Pop und melancholischem Elektro macht sich besser als erwartet, und aus dem Baby wird schnell eine Vollzeitband. Trotzdem erscheint das Erstlingswerk hierzulande erst mit zwei Jahren Verspätung.

So muss sich Andy, der nebenbei noch für Saddle Creeks Aushängeschild Bright Eyes tätig ist, mehr und mehr Zeit für Now It's Overhead nehmen. Orenda und Maria arbeiten hauptberuflich für Azure Ray und zaubern dort 2003 ein wundervolles Album aus dem Stetson. Doch Andy gelingt der große Wurf der großen Gefühle noch einmal, und so erscheint im Frühjahr 2004 mit "Fall Back Open" bereits die zweite Platte des gefühlsbetonten Vierers.

Trotz der vielen Baustellen nimmt sich die Band immer wieder Zeit, um ins Studio zu gehen. Im Oktober 2005 geben sie bekannt, dass sie am Drittling arbeiten: "Dark Light Daybreak" erscheint im September 2006. Auch hier erzeugen sie mit zehn Songs jene traumwandlerische Stimmung und jene schwermütige Melancholie, die die Musik der Saddle-Creek Familie auszeichnet.

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