Porträt

laut.de-Biographie

North Of America

Die Sache mit dem Indie-Rocken hatte sich selbst 1997 noch nicht gegessen. Es machte immer noch Spaß, zu schraddeln, irgendwie anspruchsvoll zu klingen und doch einfach nur schnurstracks darauf los zu rocken. Ohne exaktes Ziel der Songs, mit hundert Wendungen und noch mehr Rauf-Und-Runter in den Tonleitern.

Nichts anderes dachten sich North Of America, als sie sich im Dezember 1997 gründeten. Die gemeinsame Band State Champs von Mark Mullane (Bass, Gitarre und Gesang) und Michael Catano (Drum, Gitarre und Gesang) hatte sich nach ihrer einzigen Platte "Underclasses By Exess" gerade erst aufgelöst, als sie auf J. La Pointe (Gitarre) trafen. Der damalige Frontmann der Motes quittierte seinen Job und brachte noch Mark Colavecchia (Bass, Gitarre, Drums und Gesang) mit ins Boot.

In kanadischen Halifax, Nova Scotia begannen alle vier, gleichberechtigt ihre Ideen für Songs in einen Topf zu werfen. Das Menü schmeckte sehr nach krachigem und durchdachtem Shellac, erinnerte aber genau so an poppigen Emo-Melodien der Marke Superchunk. Nur sechs Monate nach ihrer Gründung veröffentlichten sie im Juli 1998 ihr Debüt "Elements Of An Incomplete Map" – es schoss sofort auf Platz vier der kanadischen College Charts.

Den Vergleich mit frühen Pavement konnten die Kanadier auch nach dem Release ihres zweiten Albums "These Songs Are Cursed" nicht von der Hand weisen. Nach und nach schwebten immer mehr Referenzen im Raum, mit denen man bis heute versucht, den Sound von vier Songwritern zu fassen: Polvo, etliches aus den frühen DC-Tagen um Fugazi, Guided By Voices, At The Drive-In etc.

Dass man damit nicht den Kern der Sache treffen konnte, ist klar. Vielleicht ist das gerade das Interessante an einer Band aus dem hintersten Kanada. Ein Gitarren-Gewitter erster Güte, das es schafft, sich in den tausenden Anleihen nicht zu verstricken und dem Ganzen doch noch einen eigenen Stempel aufzudrücken. Ihr im Mai 2003 erscheinendes viertes Album beweist das trotz des Ausstiegs von La Pointe – er wurde durch Jim MacAlpine ersetzt - wieder mühelos.

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