Porträt

laut.de-Biographie

Mumble & Peg

"Bush ist jetzt Präsident und baut eine Menge Mist. Das ist gut für die Musik. Es wird Chaos und Wut geben. Die Leute werden trinken und laute Musik hören wollen, feiern und dem Alltag entfliehen." Erik Carter, Komponist und Sänger der US-Rockband Mumble & Peg lässt im Interview mit dem Magazin Intro kein gutes Haar am politischen Status Quo seines Heimatlandes. Dafür sieht es in Europa vielleicht bald so aus, als könnte Carter den Lohn für die kreativen Anstrengungen seiner Band einfahren. "All My Waking Memories In A Jar" ist nach dem '99er Werk die zweite Scheibe der Amis, die das Berliner Rock-Sublabel Noise-O-Lution für den hiesigen Markt lizensiert hat und obendrein die Eingängigste.

Mumble & Peg, das sind außer Carter noch Basser und Keyboarder Matt Lebofsky und Drummerin Jenya Chernoff. Jene ersetzt 1999 Chuck Squier, der seit der Bandgründung 1995 in Oakland an den Fellen saß. Damals zog man noch unter dem Namen Carters durch die Lande, nachdem dieser seine Beteiligung bei der Noise-Band Earshot kündigte. Ein Album mit Indierock-Produzentenlegende Steve Albini stand immerhin auf der Habenseite.

Mitte der Neunziger tritt das neuformierte Trio mit vier Schlagzeugern und Nylonstrümpfen über dem Kopf auf, was ihnen wie im Falle der Kaspertruppe von Slipknot natürlich reichlich Aufmerksamkeit beschert. Das Oaklander Alternative-Rocklabel Vaccanation greift sich die Jungs. "Wondering In Volume" ist noch gekennzeichnet von noisetypisch ungestümen Gitarrenausbrüchen, deutet aber schon die düstere Seite der Band an, die mit dem Zweitwerk deutlich, wenn auch soundtechnisch reduzierter zu Tage tritt.

Nach erfolgreichen Tourneen an Amerikas Westküste stößt Miss Chernoff zur Band und nimmt außer den Drumsticks auch die Designzügel von Squier in die Hand. Das Ergebnis ist ein geschmackvoll gestaltetes Coverartwork auf einem abwechslungsreichen und lobenswerten Rockalbum. Mit den Labelmates von JUD (u.a. Support von Queens Of The Stone Age) geht zumindest Mastermind Carter im Frühjahr 2001 auf Europa-Tournee. Es ist anzunehmen, dass auch hierzulande Leute zu den Gigs pilgern werden, die trinken, laute Musik hören und feiern wollen, um dem Alltag entfliehen.

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