Porträt

laut.de-Biographie

Monade

Wir schreiben das Jahr 1996, als Stereolabs Laetitia Sadier ihre popesk-verträumten Gedanken in einem weiteren Projekt musikalisch festhalten will. Zusammen mit Rosie Cuckston von der Experimentalband Pram nimmt die Französin zwei Songs auf, die kurze Zeit später auf der B-Seite der Stereolab-Single "Calimero" erscheinen. Die Tracks, die sich kaum vom Hauptprojekt Sadiers unterscheiden, finden Anklang und die Musikerin nimmt sich selbst beim von Stereolab gegründeten Label Duophonic Records unter Vertrag.

Monade - Monstre Cosmic Aktuelles Album
Monade Monstre Cosmic
Beseelter Experimentalpop und Fahrstuhl-Score.

Nach sechs Jahren Arbeit erscheint der erste Longplayer. Ohne festes Line Up nimmt die Multiinstrumentalistin zwölf Titel auf. Mit dem Albumtitel "Socialisme Ou Barbarie" zollt sie einer gleichnamigen linkspolitischen Gruppe Tribut. Deren Gründer Cornelius Castoriadis war ein marxistischer Philosoph und Erfinder der Theorie der psychischen Monade. Demnach sind Monade die letzten Bestandteile seelischer Beschaffenheit.

Der Bandname bezieht sich allerdings auch auf den Ursprung des Wortes, Mono. Er steht im Kontrast zu Stereolab. Monade soll das alleinige Nebenprojekt Sadiers sein. So kann sie sich auch erst zwei Jahre später zu drei festen Mitspielern durchringen. Mit Bassistin Marie Merlet, Keyboarder Nicolas Etienne und Drummer Xavier Chabellard macht sich die Band in Bordeaux sesshaft und spinnt ihre hypnotischen Träume weiter.

Nach Angaben seines Masterminds muss sich das Quartett erst in seinem Dasein etablieren, was nach eigenem Ermessen nicht mit der ersten gemeinsamen Veröffentlichung geschieht. Die mittlerweile auf Too Pure heimische Band entwickelt sich weiter - vom Grundgedanken des Einzelprojekts ist nichts mehr übrig. Auf der dritten Platte toben sich 13 Musiker auf den gedankenverlorenen Melodien aus.

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