Porträt

laut.de-Biographie

Merciless

Obwohl sich ihr Bekanntheitsgrad doch in recht engen Grenzen hält, sind Merciless eine der dienstältesten schwedischen Death/Thrash-Bands überhaupt. Ganz nach dem Vorbild von Kreator, Destruction und Bathory legen sie im Sommer 1986 in der Besetzung Erik Wallin (g), Fredrif Karlèn (b) und Drummer Stefan Carlsson in Strängnäs los und sind ein paar Wochen später mit Shouter Kåle komplett. Zunächst können sie sich nicht so recht auf einen Namen einigen und nennen sich mal Obsessed, mal Black Mass, ehe sie '87 bei Merciless hängen bleiben.

Nachdem sie ihr zweites Demo inzwischen mit Sänger Rogga unters Volk gebracht haben, kommen sie an einen Deal mit dem norwegischen Deathlike Silence Productions Label, das im März 1990 auch in die Läden kommt. Anschließend lassen die Jungs keine Gelegenheit aus, mit ihren Landsleuten von Entombed, Dismember oder Dissection jede Bühne zu entern und können sich sogar auf die "Beneath The Remains" Tour von Sepultura schmuggeln. Schon kurz darauf verkrümeln sie sich wieder ins Studio und nehmen im Sommer '91 ihre zweite Scheibe "The Treasures Within" auf, welche aber dank des schnarchnasigen Labels erst ein Jahr später seinen Veröffentlichungs-Termin hat. Drummer Stefan hat keinen Bock so lange zu warten und drückt seine Stöcke im Frühjahr '92 Peter Starwind in die Hand.

Im Mai des folgenden Jahres gehen sie mit Entombed nochmal auf Tour durch Skandinavien und holzen im Anschluss im Dan Swanös Unisound Studio "Unbound" ein. Im Gegensatz zu den beiden Vorgänger drosselt das Quartett hier auch mal die Geschwindigkeit, was der Abwechslung der Songs sehr zu gute kommt. Da sich der Support des Labels aber nach wie vor in engen Grenzen hält, verlieren Merciless die Lust am Lärmen und segnen nach einer letzten Show im Mai '94 erst einmal das Zeitliche.

Zwischenzeitlich hört man sie noch auf dem Slayer-Tribute Album "Slaytanic Slaughter" (1995), und nachdem '99 ihr Debüt neu aufgelegt wird und die Nachfrage nicht abreißt, fangen sie auch wieder an, gelegentlich zu proben. Nachdem sie ein paar kernige Gigs hinter sich gebracht haben, ist klar, dass es weiter gehen muss, und im Mai 2002 gehen sie wieder ins Studio, um "Merciless" aufzunehmen. Für Fans von technisch versiertem Thrash-Metal, der herrlich auf die Zwölf zündet, ist die Scheibe ein Ohrenschmaus und eine willkommene Abwechslung von den unzähligen In Flames- und Dark Tranquillity-Klonen.

Alben

Merciless - Merciless: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2003 Merciless

Kritik von Michael Edele

Die Schweden holzen sich auf hohem Niveau durch ihre neuen Songs. (0 Kommentare)

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