Porträt

laut.de-Biographie

Maybeshewill

Eine Band, die ausschließlich instrumental zu Werke geht, muss nicht zwingend frei von Meinungen und Ansichten sein. Die Post-Rocker von Maybeshewill beispielsweise weisen mit eingespielten Filmzitaten auf ihre Denkweisen hin.

Als sich die beiden britischen Jung-Gitarristen Robin Southby und John Helps im Jahr 2005 in Leicester dazu entschließen, eine Band zu gründen, stehen zwei Dinge von vornherein fest: "Wir wollten keinen Gesang und wir wollten alles allein in die Hand nehmen. Das war uns zu Beginn am wichtigsten", berichtet Robin Southby.

Zusammen mit Tanya Byrne am Bass und Lawrie Malen am Schlagzeug einigen sich die beiden Gitarristen auf den Namen Maybeshewill und drücken bereits in den ersten Wochen gehörig aufs Tempo. Noch vor dem Ende des ersten Band-Jahres stehen zwei EPs zu Buche.

Maybeshewill sind aber nicht nur im Studio fleißig. Auch live macht sich der Vierer im Handumdrehen einen Namen in der Post-Rock-Szene rund um ihre Heimatstadt Leicester. Während Robin und John die überfallartige Entwicklung der Band genießen, geht den anderen beiden Mitgliedern schon bald die Puste aus: "In eine Band wie Maybeshewill einzutreten, ist eine Sache, die mehr Kraft kostet, als man sich vorstellen kann. Du musst ziemlich viel aufgeben, um das wirklich durchziehen zu können. Dass die Band einen solchen Zeitaufwand bedeutet, haben einige Leute eben erst nach einer Weile wirklich wahrgenommen", erklärt Robyn.

In den folgenden Jahren geben sich Bassisten und Schlagzeuger nur so die Klinke in die Hand. Erst im Jahr 2009 finden die beiden Gründer in Gestalt von Jamie Ward (Bass) und James Collins (Drums), sowie dem Keyboarder Matthew Daly drei Gleichgesinnte, die langfristiger planen. Zu diesem Zeitpunkt haben Maybeshewill bereits zwei Alben am Start ("Not For Want Of Trying", "Sing The Word Hope In Four-Part Harmony").

Mittlerweile hat die Band auch im Ausland ihre Spuren hinterlassen, sodass der Name Maybeshewill nicht mehr nur in britischen Szene-Kreisen für Begeisterung sorgt. Spätestens mit ihrem dritten Album "I Was Here For A Moment, Then I Was Gone", das die Band im Jahr 2011 veröffentlicht, katapultiert sich der Vierer endgültig in die internationale Post-Rock-Oberliga. Plötzlich stehen Bands wie 65daysofstatic, And So I Watch You From Afar, And You Will Know Us By The Trail of Dead und The Dillinger Escape Plan Schlange und laden Robyn, John und Co zu Support-Reisen rund um die Welt ein.

Zwei Jahre später setzt die DIY-Band, die immer wieder gerne Filmzitate in ihre Musik mit einbaut, mit dem Album "Fair Youth" noch einen drauf. Gitarrist Robyn ist vor allem froh darüber, dass die Band nicht mehr nur als geheimnisvolle Instrumental-Gemeinschaft sondern als Kollektiv mit einer Meinung und eigenen Gedanken wahrgenommen wird: "Die Film-Zitate haben dabei geholfen, den Leuten da draußen zu zeigen, was in unseren Köpfen vorgeht. Das ist für mich mit das Wichtigste wenn ich mir die Entwicklung der Band vor Augen führe."

Alben

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