Porträt

laut.de-Biographie

Matt Flores

Wie für viele Produzenten seiner Generation so bilden auch für Matthias 'Matz' Flores die späten 80er Jahre eine Ära des Aufbruchs, des Ausprobierens, der Neuorientierung. Die Acid-House-Welle schwappt von den britischen Inseln über ganz Europa und löst ein kollektives Elektronik-Fieber aus. Gleichzeitig entsteht eine DJ-Kultur, die sich auch ihren Wurzeln im Reggae und Hip-Hop offen zuwendet. Flores macht hier erste Erfahrungen hinter den Turntables in der DJ-Rolle und am Mikrofon als MC. Künstlerische Ausdrucksformen, die ihn auch in Zukunft begleiten werden.

1993 gelten Techno und House als etabliert, schaffen den Crossover in den Mainstream, was viele Tanzkultur-Aktivisten vor den Kopf stößt. Frustriert wenden sie sich neuen Dinge zu. Das neue Ding 1993 heißt Break Beat beziehungsweise Jungle, wie man damals noch zu sagen pflegt. Flores ist sofort angefixt, will eigene Tracks produzieren und setzt seine Plan schnell in die Realität um.

In J. Buzz findet er einen Gleichgesinnten, und so folgen schon kurze Zeit später erste Veröffentlichungen, unter anderem auf Basswerk, Kölns erster Adresse in Sachen Drum'n'Bass. Als J. Buzz mit Herb LF das 2Step-Projekt Gush Collective initiiert, ist Flores mit von der Partie. Die Ruhrpott-Beat-Bastler sorgen auch im Mutterland des Break-Beat für Furore, machen sich schnell einen Namen und tun sich gar mit der House-Legende Tyree Cooper für eine Produktion zusammen.

Zahlreiche Veröffentlichungen bei Typhoon, Pathfinder, Draft, Kontor und Wicked Wax halten Flores auf Trab und repräsentieren sein breites Interesse an elektronischer Musik. Mit Compiler Records gründet er um die Jahrtausendwende sein eigenes Drum'n'Bass-Label und profiliert sich mit seinem ersten Full-Length-Release "Metaworld" 2003 als Fusionator in Sachen Tanzkultur. Breakbeat, Disco, House, Detroit und New Breaks verschmelzen zu einem hybriden Stilmix, der die Vielfalt elektronischer Musik auf einen Silberling bannt. Auch Tyree Cooper ist auf "Metaworld" wieder mit von der Partie.

Alben

Matt Flores - Metaworld: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2003 Metaworld

Kritik von Daniel Straub

Strebt neuen Gipfeln der elektronischen Musik entgegen. (0 Kommentare)

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