Porträt

laut.de-Biographie

Marcel Fengler

Der Berliner Club Berghain ist auch für Marcel Fengler das entscheidende Vehikel beim Sprung vom regional gepriesenen Underground-DJ hin zum weltweit gebuchten Plattendreher.

Nachdem er sich im Tresor und zahlreichen anderen Clubs der Hauptstadt einen Namen gemacht hat, ist Fengler, als das Berghain 2004 öffnet, von Beginn an Resident auf dem großen Floor. Den bespielt auch Marcel Dettmann regelmäßig. Die beiden sind seit der Zeit, als sie Mitte der 90er Jahre in Fürstenwalde gemeinsam Parties veranstalteten, gute Kumpels.

Nur wenige Jahre zuvor taucht Fengler in die elektronische Clubkultur von Berlin ein. Nach der Maueröffnung entsteht hier eine Dynamik, die zu der Zeit mit keiner Stadt der Welt zu vergleichen ist. Clubs wie das E-Werk, WMF und Tresor werden schnell zu Legenden und beeinflussen mit ihrem Sound eine ganze Generation an kommenden Techno-Produzenten. Auch Marcel Fengler zählt zu denen, die seither nicht mehr von elektronischen Beats loskommen. Klassische Techno-Artists der 90er Jahre wie Ron Trent, Robert Hood und Kenny Larkin hält er bis heute in seinen DJ-Sets in Ehren.

Elektronische Musik stellt zwar ein wichtiges Standbein in der musikalischen Sozialisation von Marcel Fengler dar. Bevor ihn die Clubmusik packt, heißen seine Helden jedoch N.W.A. und A Tribe Called Quest. Seine Hip Hop-Wurzeln klingen in den Berghain-DJ-Sets aber kaum noch an. Neben straightem 4-To-The-Floor-Techno lässt er gerne auch mal gebrochene Beats von Dubstep-Künstlern wie Applebim und DJ Qu einfließen. In solchen Momenten sind die Hip Hop-Tage nicht ganz so weit weg.

2007 gibt er schließlich sein Debüt als Produzent. Die Maxi "Playground/Early Glow" erscheint auf dem Berghain-Label Ostgut Tonträger. Im Studio lässt es Fengler jedoch vergleichsweise ruhig angehen. In den kommenden beiden Jahren erscheinen lediglich zwei weitere Maxis. Sein erster Longplayer kommt 2013 unter dem Titel "Fokus".

Alben

Marcel Fengler - Fokus: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Fokus

Kritik von Daniel Straub

Das Albumdebüt des Berghain-Residents. (0 Kommentare)

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