Porträt

laut.de-Biographie

Long Lost Relative

Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn sich ein banaler Spruch mit erfreulichem Ergebnis bewahrheitet. Im Falle der Long Lost Relatives heißt es freudig: Musik verbindet! Aus verschiedenen Teilen der Welt haben sich für dieses Projekt einige Künstler zusammen geschlossen, um in einen Soundkosmos zu reisen, der sich weitab von der hiesigen Hip Hop-Dimension befindet.

Im Mittelpunkt des Künstlerkollektivs steht der Berliner DJ Werd, der seine eigentlichen Wurzeln im kalifornischen San Jose hat. Bekannt wurde der Wahlberliner durch sein Engagement bei der Crew Phaderheadz, der auch DJ Hype angehört. Außerdem mischt er derzeit im deutschen Rap-Business mit und zieht als Tour-DJ von Sido durch die Lande. Die Long Lost Relatives sind jedoch ganz weit von dem Sound der Aggro Berliner entfernt. Während Sido und Co. musikalisch durch die Amüsierlokale der Hauptstadt ziehen, dringt DJ Werds Crew in viel tiefere Sphären ein. Die Mischung aus Hip Hop, Elektro, Trip Hop und Chill Out-Sound kann man auf jeden Fall schwer der derzeitigen Bravo-Hip Hop-Zielgruppe schmackhaft machen. Die Long Lost Relatives schaffen Klangatmosphären, die dem Zuhörer einen Schauer einjagen, den nicht einmal das Dr. Sommer-Team erklären kann.

Bei dieser musikalischen Körpererkundung bekommt DJ Werd Unterstützung vom Berliner Duo Montags Dust sowie den Rappern Sundiata aus San Francisco (Audio Pharmacy) und Thailan aus New York. Und als ob das alles nicht schon international genug wäre, findet die außergewöhnliche Crew ihre Label Heimat bei der Wiener Plattenfirma Goalgetter.

Stolz dürfen die Jungs aus der Donaumetropole im September 2005 das Debüt der Long Lost Relatives promoten. "Twilight" begeistert durch musikalische Dichte und atmosphärische Spannung. Auf Geigen, Gitarren, Synthies, Drums, Bässen, Pianos und vielem mehr leben DJ Werd und seine Freunde ihre musikalische Open Mindness aus und liefern eine Platte, die zu viel mehr taugt, als nur dem benebelten Chill Out. Großartig arrangiert und detailverliebt eingespielt, hört man "Twilight" die Internationalität und das Fehlen von musikalischen Horizonten an: Musik, die bewegt. Wieder ein platter Spruch, der sich wieder bewahrheitet!

Alben

Long Lost Relative - Twilight: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 Twilight

Kritik von Alexander Engelen

Atmosphärisches Schweinegrunzen von Sidos Tour-DJ. (0 Kommentare)

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