Porträt

laut.de-Biographie

Les Negresses Vertes

Sie sind weder schwarz noch weiblich noch grün, die Mitglieder der Pariser Band Les Negresses Vertes. Dass ihr Namen so lautet, verdanken sie einem Türsteher, der sie 1987, als sie noch Les Maîtres heißen, übelst beschimpfend aus einem Club wirft.

Keine bildliche Beschreibung, aber dennoch eine zutreffende, denn Vielfalt und Mischung machen ihre bunte musikalische Identität aus. Mit Elementen aus Punk, Walzer, Polka, Flamenco und Rai, dazu immer wieder politische Texte, gehören sie zur Speerspitze einer Bewegung, die mit Manu Chaos Mano Negra Ende der 80er/Anfang der 90er international ein neues Bild Frankreichs vermittelt.

Das erste Album "Mlah", auf einem kleinen Independent-Label veröffentlicht, verkauft sich über 500.000 Mal und macht sie europaweit bekannt. Wesentlich daran beteiligt sind ihre Konzerte, in denen sie, sieben Stammmusiker plus Begleitung, in bunten Kostümen auftreten und allerlei Zirkusnummern vorführen.

1991 folgt mit "Famille Nombreuse" der Nachfolger und gleichzeitig der kommerzielle Höhepunkt ihrer Karriere, die nach dem Tod von Sänger Helno an einer Überdosis im Januar 1993 abrupt beendet scheint. Auf fünf Mitglieder reduziert, ohne Stammsänger, veröffentlicht die Band knapp zwei Jahre später schließlich das Album "Zig Zag," eine Hommage an den Frontman, gleichzeitig aber fröhlich wie seine Vorgänger und lateinamerikanisch angehaucht. Die darauf folgende zweijährige Tour ist auf dem Livealbum "The Green Bus" dokumentiert.

1999 erscheint mit "Trabendo" ein ehrgeiziges Projekt, in dem die Band verschiedene Musikstile des Mittelmeerraums mit elektronischen Klängen kombiniert. Wohl von Manu Chaos Erfolg angesteckt, präsentieren sie auf der darauf folgenden Tour neue und alte Lieder in akustischem Gewand. Das funkige und sehr schön anzuhörende Material erscheint im Oktober 2001 auch als Album.

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