Porträt

laut.de-Biographie

Lance Butters

"Jeder Rapper trägt eine Maske." Lance Butters sogar zwei: die des Iron Man und die der notorischen Langeweile. Dabei langweilen ihn Iron Man-Vergleiche ungefähr ebenso wie so ziemlich alle Menschen auf Gottes schnöder Erde.

Geboren 1988 entdeckt der schwäbische Rapper aus Neu-Ulm mit Anfang zwanzig Mikro und Internet als geeigneten Weg, dies auch allen unter die Nase zu reiben.

Battles in der RBA und dem VBT, an dem er 2010 und 2011 teilnimmt, nimmt Lance aber allenfalls als Sprungbrett zum gewünschten Ziel, das in seinem Fall wäre: Cash. Das sagt er auch genau so. "Es ist zwar so: Ich brauch' das Kreative, doch bin weg, wenn's was gibt, womit ich mehr verdiene." Ehrlich ist er, das muss man ihm lassen. Soweit "alles goody".

Mit dem Release seiner ersten EP "Selfish" im Juli 2012 distanziert sich Lance konsequent von derlei Plattformen und macht den ersten Schritt vom Internet auf die Straße. Es geht um "Girls, Kush, Cash."

Dabei gibt er einen Fick auf die vier klassischen Säulen des Hip Hop, denn seine heißen: Arroganz und Ignoranz, Selbstgefälligkeit und Desinteresse. Warum das in der Szene so schnell zündet, ist eigentlich ganz einfach: "Was ich mach', ist perfekt / Was Du machst, hört man net."

Dabei betrachtet er den Respekt sowie die damit einhergehende Integration in die deutsche Rapszene als Segen und Fluch zugleich. Bis auf Chissmann, Casper und Haftbefehl langweilen ihn vor allem die Lifestylerapper.

"Wo willst du denn schon mit deinem Flow hin?" Ein Lance Butters weiß, wohin er will: hurtig zum schnellen Geld. Daher ist das Rapgame für ihn eine bitterernste Angelegenheit. So ernst, dass er sich in seinen Texten auch gern einmal selber siezt.

Sein Charakteristikum: Rap so zääääh gedehnt wie alter Kaugummi. In Kombination mit einer guten Portion Sarkasmus und dem Zauber des "Wu" auf seinem Unterarm - in Form eines Wu-Tang-Tattoos - sorgt das für erheblich Furore und ein Signing bei Four Music. Hier erscheint im Juli 2013 Lance Butters' zweite EP "Futureshit".

Bennett On steht Lance als Freund sowie Haus- und Hof-Produzent von Tag eins an beständig zur Seite. Er schneidert ihm nicht nur den trockenen SciFi-Sound auf den Leib, sondern tritt ihn dazu noch regelmäßig in den Allerwertesten. Denn Langeweile ist zwar Lance Butters liebste Beschäftigung, nicht aber der beste Antrieb, um im Rapbusiness vorwärts zu kommen.

Zur "Cool Story" gehört mehr als Maske, VBT und eine ausverkaufte EP. Nämlich? "Was unterscheidet mich von dem Rest? Ey dis is, ey dis is, ey dis is wie ich raaap."

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Lance Butters - Futureshit: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Futureshit

Kritik von Thomas Haas

Keiner spuckt seine Reime arroganter und desinteressierter. (0 Kommentare)

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Mi 23.04.2014 Wien (B 72)
Do 24.04.2014 Salzburg (Rockhouse)
Fr 25.04.2014 Graz (PPC)

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