Porträt

laut.de-Biographie

Kiki

Den finnischen Produzenten und DJ Jokim Ijäs beschreibt man am Besten mit dem plastischen Bild des Senkrechtstarters. Kaum ist der 1975 in Helsinki geborene Blondschopf 1996 in Berlin angekommen, um dort sein Architekturstudium in Gang zu bringen, beginnt er auch schon, die örtliche Szene in seinen Bann zu ziehen. Gastspiele in allen wichtigen Clubs der Stadt, wie Tresor, E-Werk oder WMF sind die ersten Schritte in seiner Karriere als Techno-DJ.

Groß geworden mit Hip Hop und Acid-House tourt er im Teenageralter mit seiner Crew durch Schweden und Finnland, bevor ihn zu Beginn der 90er Jahre das Housefieber packt. Mit reichlich neuem Vinyl im Gepäck gibt Kiki 1992 in Helsinki sein DJ-Debüt. Kurz darauf beschallt er die Tanzwütigen einmal wöchentlich im Rahmen einer Residency. Beste Voraussetzungen, um in eine der Metropolen der elektronischer Musik umzuziehen.

In Berlin sind Kontakte zur örtlichen Szene schnell hergestellt. Und als Kiki bei einem DJ-Contest im Tresor an die Turntables tritt, sind die ersten Engagements nur Minuten später unter Dach und Fach. Wer den Finnen bis dahin nicht kannte, der hat nun in Traditions-Clubs wie E-Werk, Tresor, WMF oder der Pfefferbank Gelegenheit, Kiki auf die Finger zu schauen. Lohnenswert ist das auf alle Fälle, wie seine 1998 an drei Turntables gemixte CD "Sonnenhaus" unterstreicht.

Kurz darauf geht es mit dem Dessous-Act Phonique aka Michael Vater auf Tour. 2002 nehmen beide gemeinsam eine Mix-CD auf. Zu dieser Zeit steht der Kontakt zu Ellen Alliens Bpitch Control Label bereits, und mit der Maxi "Gas126" wird das erste Release auf den Weg gebracht. Kaum ein Jahr später kennt jeder Clubgänger Kiki. 2002 schlägt sein drittes Bpitch-Release mit dem Track "Luv Sikk" wie eine Bombe ein: Namhafte Plattendreher schwören auf den Kiki-Groover.

2004 macht sich Kiki an die Arbeiten für seinen Longplayer "Run With Me", auf dem er dunklen Wurzeln nachspürt. Düstere Arrangements, die manchmal gar an The Sisters Of Mercy erinnern, reichen relaxten Tech-House-Nummern die Hand. Mit allerlei Gerät bewaffnet, macht sich Kiki auf Tour, um "Run With Me" dorthin zu bringen, wo das Album hingehört: in die Sofaecke der Clubs.

Im darauffolgenden Jahr arbeitet Kiki an diversen Remixes und veröffentlicht eine neue Maxi-Single: "Sirius". 2006 startet er gleich zu Jahresbeginn mit der "Boogy Bytes Vol.01" durch - einer neuen Mix-CD-Reihe auf Bpitch und im Herbst folgt "Trust Me". Für diese EP ließ sich der DJ von Wim Wenders und seinen filmischen Ergüssen inspirieren. 2007 folgt die Maxi-Single "Joko Tai".

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