Porträt

laut.de-Biographie

John Mayall

Eric Clapton, Peter Green, Mick Taylor, Ginger Baker, John McVie und Mic Fleetwood haben alle etwas gemeinsam: Sie spielten in John Mayalls Begleitband Bluesbreakers. Obwohl viele seiner ehemaligen Mitstreiter ungleich berühmter sind als er, trägt Mayall zurecht den Titel "Vater des britischen Blues".

1933 bei Manchester geboren, begeistert er sich schon als Kind für Blues und Jazz. Er singt, spielt Gitarre und Klavier, entscheidet sich aber erst mit dreißig für eine Vollzeitkarriere als Musiker. Davor war er schon als Grafiker tätig, diente der britischen Armee in Korea und lebte für mehrere Jahre in einem Baumhaus. Er zieht nach London, wo er sich bald einen Namen in der Kneipenszene macht.

Als Mayall 1965 vom Abgang Eric Claptons bei den Yardbirds hört, verpflichtet er ihn für seine Bluesbreakers. Mit dem Ausnahmegitarristen steigert sich der Bekanntheitsgrad der Combo erheblich und sie erhalten einen Plattenvertrag. Obwohl sie fast pausenlos um England touren, spielen sie auch viel im Studio ein; Mayall hat in vierzig Jahren Tätigkeit mehr als vierzig Platten herausgebracht.

Neben Coverversionen mehr oder weniger unbekannter Bluesnummern spielen sie auch zunehmend eigenes Material. Den Durchbruch schaffen sie 1966 mit "Bluesbreakers With Eric Clapton", das sich sowohl in England als auch in den USA in den oberen Etagen der Charts platziert. Zu diesem Zeitpunkt hat sich Clapton aber schon verabschiedet, um mit dem Bassisten Jack Bruce, einem weiteren ehemaligen Mitglied, Cream zu gründen.

Als Ersatzmann kommt der 17jährige Peter Green. "A Hard Road", "Crusade" und "Blues Alone" (alle 1967) festigen den Ruf Mayalls, der 1968 jedoch den Austritt von Green und Schlagzeuger Mick Fleetwood verkraften muss. Wenig später folgt ihnen auch Bassist John McVie, gemeinsam rufen sie Fleetwood Mac ins Leben.

Durch eine Annonce in einem Musikmagazin stößt Mick Taylor zur Band. Trotz der ständigen Wechsel ist sie nun so berühmt, dass sie bei ihrer ersten US-Tour 1968 als Headliner neben Jimi Hendrix und Albert King auftritt. Es ist der Höhepunkt von John Mayall & The Bluesbreakers; nachdem Taylor 1969 abwandert, um den verstorbenen Brian Jones bei den Rolling Stones zu ersetzen, löst Mayall seine Begleitband auf und beschließt, solo mit wechselnder Begleitung weiter zu machen.

Er zieht nach Los Angeles und nimmt auch in den 70erjahren regelmäßig Alben auf, stößt aber auf rasch sinkende Zahlen bei Absatz und Publikum. Der Grund liegt einerseits an einem fallenden Interesse für Blues, andererseits an seinem Material, das nicht mehr die Kraft der 60erjahren besitzt. Zwar begleitet er Größen wie John Lee Hooker, T-Bone Walker und Sonny Boy Williamson bei ihren Englandtouren, muss aber auch die Zerstörung seines Hauses durch einen Brand verkraftet, dem unter Anderem die Mastertapes viele seiner Veröffentlichungen zum Opfer fallen.

1982 beschließt er, die Bluesbreakers wieder ins Leben zu rufen. Mit von der Partie sind in den ersten Jahren auch die ehemaligen Mitglieder Mick Taylor und John McVie. Vor allem live tätig, bestehen sie seit Beginn des neuen Jahrtausends aus Schlagzeuger Tom Yuele, Gitarrist Buddy Whittington, Bassist Hank Van Sickel und Keyboarder Tom Canning.

Zu einem besonderen Konzert kommt es im Juli 2003, als Mayall seinen 70. Geburtstag in Liverpool feiert. Mit auf der Bühne sind neben seinen Standardbegleitern auch Mick Taylor, Eric Clapton und der Bluestrompetenveteran Chris Barber. Den Auftritt dokumentieren eine DVD und eine Doppel-CD.

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