Porträt

laut.de-Biographie

Jeanne Balibar

Ähnlich wie ihre Kollegin Charlotte Gainsbourg ist auch Jeanne Balibar sowohl in der Musik als auch im Schauspiel beheimatet. Schon seit ihrer Ausbildung am renommierten Conservatoire National d'Art Dramatique in Paris, beschreitet die am 13. April 1968 in Paris geborene Künstlerin außergewöhnliche Wege. Auch Kino und Fernsehen können sich auf Dauer nicht vor Balibar verschließen.

Nach ihrer Ausbildung arbeitet sie von 1992 bis 1996 am französischen Staatstheater, wo sie in den Stücken "Les Bonnes" und "Don Juan" auf der Bühne steht. 1996 nominiert man sie erstmals als beste Nachwuchsschauspielerin für den Filmpreis César ("Comment je me suis disputé"), ein Jahr später erneut für "J'ai horreur de l'amour".

Bevor Jeanne Balibar 2003 mit ihrem Debütalbum "Paramour" in Erscheinung tritt, kreuzten ihre Wege unter anderen die der Regisseure Michael Winterbottom ("Code 46") und Jacques Rivette ("Va Savoir") sowie der Schauspieler Tim Robbins, Nathalie Baye und Daniel Auteuil. 1999 tritt sie für eine Serge Gainsbourg-Coverversion von "Petit Papiers" erstmals hinter das Mikrofon.

2002 beteiligt sie sich am Serge Reggiani-Tribute-Album mit dem Song "La putain" neben Kollegen wie Jane Birkin und Renaud. Auf ihrem Debütalbum präsentiert sie im Folgejahr in Zusammenarbeit mit dem Arrangeur Rodolphe Burger und Texter Pierre Alféri eine melancholische Mischung aus französischem Chanson, Pop- und Rock-Elementen, die sie in französisch und englisch vorträgt. Die Hälfte der Texte stammen aus ihrer Feder.

Auf neue Aufnahmen müssen sich ihre Fans dann eine Weile gedulden, denn Balibar kümmert sich wieder um ihre Hauptberufung. Erst 2006, nachdem sie in der Julie Brochen-Inszenierung "La Périchole" in Aix en Provence auftritt, reist sie von der Côte d'Azur in die Vogesen und schließlich wieder nach Paris, wo ihr nächstes Album "Slalom Dame" entsteht.

Das in Frankreich bereits im Herbst 2006 erscheinende Werk entsteht in Zusammenarbeit mit dem Komponistenduo Fred Poulet und Sarah Murcia sowie erneut mit Alférie und Burger. Die Songs liefern der inzwischen 38-jährigen Balibar erneut eine melancholisch-atmosphärische Grundlage, ihren ausdrucksstarken Gesang in Szene zu setzen.

Beim Song "Christiana" fühlt man sich angesichts der Streicher-Arrangements gar an Becks romantisches Balladen-Meisterwerk "Sea Change" von 2002 erinnert. Dass sie auch die rockigen Töne beherrscht, belegen wiederum "Ton Diable" und "Sex & Vegetables".

In Deutschland erscheint das Werk im September 2007. Zu diesem Anlass reist Balibar mit der Poni Hoax Band auch auf die Berliner Popkomm, um im Kesselhaus beim französischen Abend neben Benjamin Biolay aufzutreten. Im November spielt sie nochmal in fünf deutschen Städten, darunter beim Francophonic Festival in Köln, München und Berlin.

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