Porträt

laut.de-Biographie

Jaimeo Brown

Für den amerikanischen Drum-Virtuosen Jaimeo Brown bedeutet Musik weit mehr als nur die Abfolge von Noten und das Variieren von Rhythmen: "Ich möchte Schmerz und Erlösung in Klangbilder verwandeln", so der Schlagzeuger und Komponist.

Jaimeo Brown - Transcendence Aktuelles Album
Jaimeo Brown Transcendence
Wie ein Gedankenaustausch zwischen Gestern und Heute.

Jaimeo Brown wächst in New York als Kind zweier begnadeter Jazzmusiker auf. Sein Vater spielt Bass, während seine Mutter am Piano für Furore sorgt. Auf den Straßen Harlems regieren hingegen andere Töne: "Zu Hause hörten wir fast ausschließlich Jazz, während vor der Tür zu wilden Beats gerappt wurde", erinnert sich Jaimeo.

Mit 16 Jahren setzt er sich erstmals hinter ein Schlagzeug. Jaimeo Brown übt täglich mehrere Stunden. Immer an seiner Seite: Schlagzeuglehrer Sly Randolph. Im Jahr 2001 schließt er das gepriesene Jazz-Programm an der William Paterson University mit Auszeichnung ab. Kurze Zeit später übernimmt er die Rhythmusabteilung in der Charles Mingus Big Band.

Sein außergewöhnlicher Stil spricht sich schnell herum. So klopfen in den Folgejahren illustre Musiker wie Bobby Hutcherson, Kenny Garrett, Wynton Marsalis, Carlos Santana, Stevie Wonder, Carl Craig oder Q-Tip an Jaimeos Pforten. Bobby Hutcherson findet kaum Worte für Jaimeos Rhythmus-Talent: "Dieser Junge ist unglaublich. Sein Spiel erlaubt mir, all das zu tun, das ich fühle."

Neben seiner Musik engagiert sich Jaimeo in New York innerhalb eines Kreises gleichgesinnter afroamerikanischer Musiker, deren Ziel es ist, die Wurzeln ihrer musikalischen Leidenschaft in die Neuzeit zu transportieren. Inspiriert von der Arbeit mit verschiedensten Charakteren begibt sich Jaimeo zum Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends auf die Suche nach dem "gemeinsamen Nenner von Gospel, Blues, Jazz und indischer Musik".

Im Rahmen einer Studie an der Rutger's University schreibt Jaimeo an einer wissenschaftlichen Arbeit. Thema: "Wie die schwarze Kirche den Jazz beeinflusst hat." Das Ergebnis fließt in seine Musik ein. Zusammen mit dem Saxophonisten JD Allen und dem Grammy-nominierten Gitarristen und Produzenten Chris Sholar macht sich Jaimeo Brown an die Aufnahmen für sein Debüt.

Gospel, Blues, Jazz und indische Musik stehen dabei im Vordergrund. Das Album heißt "Transcendence" und kommt im Mai 2013 auf den Markt: "Ich habe versucht, die Einfachheit und die Gemeinsamkeiten jeder dieser musikalischen Essenzen zu untersuchen", erklärt Jaimeo. Die Presse ist entzückt. Das Culturmag schreibt: "Vom ersten Augenblick an ist man gebannt und gefangen in diesem musikalischen Monument."

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