Porträt

laut.de-Biographie

House Of Riddim

"Ein Riddim muss nicht neu sein", erklärt man beim WDR ein vorwiegend in Reggae-Kreisen durchaus übliches Vorgehen. "Woher der Riddim kommt, ist auch egal, Hauptsache, er ist gut. Und die von House of Riddim sind gut. Sauber eingespielt, sauber gemischt, moderner Roots-Reggae, wie man sich ihn als Sänger nicht besser wünschen könnte."

Die Qualität des Gebotenen erklärt, wie ausgerechnet in der Nähe des niederösterreichischen St. Pölten eine florierende Plantage für hochwertige jamaikanische Grooves aus dem Boden schießen konnte. House Of Riddim genießen als Beat-Lieferanten einen ebenso exzellenten Ruf wie als gestandene Backing-Band.

Die Liste der Künstler, denen die Crew bereits - auf der Bühne wie im Studio - den Rücken frei hielt, geriete endlos, wollte man zwischen Anthony B. und Ziggi sämtliche Kooperationspartner aufführen. Alte Hasen wie Black Uhuru-Frontmann Mykal Rose setzen auf den alpenländischen Charme, die Newcomer auf die enorme Routine im House of Riddim.

Bandgründer und -leader Sam Gilly bleibt dabei bodenständig. "Wir leisten in Österreich sicher keine Pionierarbeit, da man uns hier kaum kennt", kommentiert er gegenüber dem Magazin BigUp!. "Man kennt die Riddims, aber die wenigsten wissen, dass die von uns sind."

Ruhm, Ehre und Rampenlicht hat Gilly also ganz offensichtlich nicht im Sinn, als er um 2004 die Idee verfolgt, ein Album mit diversen Künstlern zu realisieren. Der Schlagzeuger, Percussionist, Gitarrist, Keyboarder, Tontechniker und Produzent, der bereits in unterschiedlichen Reggae-Formationen spielte, verschickt eigene Riddims an zahlreiche Labels.

Bei Soulfire Artists und MK Zwo Records beweist man den richtigen Riecher. Erstere verwirklichen das Debüt "House Of Riddim Presents ...", wobei sich insbesondere Ganjaman als hilfreich beim Knüpfen neuer Kontakte erweist. Der passend "Chapter II" betitelte Zweitling erscheint bereits auf einem eigenen Label, allerdings in Kooperation mit MK Zwo.

Sam Gilly schart für sein Vorhaben versierte Mitstreiter um sich, die zunächst noch jeder das eigene Süppchen am Kochen haben. House Of Riddim wächst sich jedoch rasch zum Vollzeitjob aus. Über Mundpropaganda ergattert die Combo immer noch einen und noch einen Live-Auftritt. Neben dem eigenen Studio ziehen sie bald auch das House of Riddim-Festival auf.

Gilly, von seinem Bruder auf den Reggae-Geschmack gebracht, teilt sich die Arbeit mit Bassmann Manfred Scheer, Gitarrist Herb Pirker und Parvez Syed an den Tasten. Ihr House Of Riddim bietet Sing-Jays, Toastern und Rappern von nah und fern Obdach: ohne Frage Österreichs Finest in Sachen Roots.

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