Porträt

laut.de-Biographie

Honig

Dass exzessiver Metal-Genuss nicht selten musikalische Openmindedness beschert, zeigt sich am Beispiel Stefan Honig. Als "wichtige, prägende Zeit" bezeichnet der Düsseldorfer seine frühere Mitgliedschaft in einer Metal-Band. Die Arbeit als Kindergärtner macht er parallel aber zu seinem Hauptberuf, den er erst im Januar 2012 zugunsten der Musik aufgibt.

Ob, wie im Pressetext dargestellt, tatsächlich der fiese Tinnitus den Stilwandel von lauter zu stiller Musik veranlasst hat? Jedenfalls entdeckt Stefan seine Liebe zur Akustikgitarre und betätigt sich fortan unter seinem hübschen Nachnamen als Singer/Songwriter. Das Debütalbum "Treehouse" erscheint 2008 in Kooperation der Indielabels Babsies Disktatur und Alison Records.

Für die folgenden Jahre und vor allem für die zweite Platte nimmt er gleich den nächsten Neuanfang in Angriff. Genauer gesagt: sein eigenes, kleines Label Glass Books Records. "Die Promo-Bemühungen des Labels waren sowieso recht überschaubar. Deshalb dachte ich, es sei einfacher, künftig auf eigene Faust zu veröffentlichen, meine Shows alleine zu buchen und die CDs bei Konzerten zu verkaufen." Das habe dann über einige Jahre hinweg auch sehr gut funktioniert, erklärt Honig später der Intro.

Doch noch bevor er das Album wie geplant im April 2012 fertig stellt, treten die Zuständigen von Haldern Pop Recordings an ihn heran. "Plötzlich ging alles ganz fix", blickt der Düsseldorfer zurück. Er habe nicht lange überlegt, viel mehr sei direkt klar gewesen, dass das Angebot des Reeser Festival-Ablegers genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. "Da konnte und wollte ich nicht 'Nein' sagen."

Tut er auch nicht. Honig legt das D.I.Y.-Prinzip vorerst ad acta und veröffentlicht im September das überwiegend in Tschechien aufgenommene Album "Empy Orchestra". Für den Vertrieb sichert er sich die Dienste des deutschen Marktführers Rough Trade, während Thees Uhlmanns Grand Hotel van Cleef sich fortan ums Booking kümmert.

Nach langen Jahren ohne musikalische Begleitung schart Honig für seine Auftritte nun eine Band um sich. Das bedeute zwar ein finanzielles Desaster, aber als Zuschauer würde auch er die Lieder am liebsten von einer Band gespielt sehen wollen. "Das sehe ich ganz aus der Perspektive des Konsumenten", so der Rheinländer in der Intro.

Seine Musik klinge einfach nach mehr als nur Gesang und Gitarre. Damit liegt Stefan Honig völlig richtig. Von der hiesigen Singer/Songwriter-Schwemme hebt sich seine Mischung aus Indie, Pop und Neo-Folk nicht nur der englischen Texte wegen erfrischend deutlich ab.

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Sa 12.07.2014 Mönchengladbach (Platz der Republik)