Porträt

laut.de-Biographie

Hanne Hukkelberg

Weingläser, Geschirrspülbürsten, Fahrradspeichen, Töpfe – Hanne Hukkelberg setzt in ihrer Musik allerlei unübliche "Instrumente" ein. Das Ergebnis klingt harmonischer als vermutet, nämlich nach Folk-Pop mit schrägen Elementen. Bereits mit ihrem Debüt "Little Things" spielt sie sich 2005 in die Herzen vieler Kritiker.

Im April 1979 im norwegischen Kongsberg geboren, beginnt sie als Dreijährige zu singen und Instrumente zu spielen. Während ihres Musikstudiums in Oslo experimentiert sie mit verschiedenen Genres, unter anderen Jazz, Rock, Metal und Free Jazz, wie sie auf ihrer Webseite erläutert.

Schließlich entscheidet sie sich für die ruhigste Variante. Zwei Jahre lang fährt sie mit Fahrrad und Aufnahmegerät durch Oslo und nimmt wahllos Geräusche auf. Mit dem Tonmaterial begibt sie sich 2004 ins Studio und setzt es mit dem Produzenten Kare Vestrheim neu zusammen. Befreundete Musiker von Jaga Jazzist, Madrugada, Shining, Kiruna und Exploding Plastix steuern traditionelle Instrumente bei.

"Little Things" erscheint 2005 und erntet vor allem im englischsprachigen Raum viel Lob. Die Sunday Times etwa nimmt das Album in die Top Ten des Jahres auf.

Nach einer Tour zieht Hukkelberg in den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, um sich neu inspirieren zu lassen. Zurück in Oslo nimmt sie ihren Zweitling "Rykestrasse 68" auf, der im März 2007 erscheint. Hier ist unter anderem Hannes Kater Obelix zu hören, der ein wenig im Hintergrund schnurrt.

Auf "Blood From A Stone" aus dem Jahr 2009 entdeckt Hanne ihre musikalische Jugend wieder. Sie verwendet hallende E-Gitarren, Bässe und huldigt somit Gothic und New Wave aus den 80ern. Anschließend tourt sie 2010 mit der amerikanischen Alternativeband Wilco. Schließlich landet Hanne in New York, wo sie Zeit findet, neue Texte zu schreiben und wieder kreativ zu sein.

Anfang 2012 kommt dabei ihr viertes Studioalbum "Featherbrain" heraus, auf dem der gewohnte Mix aus den Geräuschen von Alltagsgegenständen und ihrer klaren Stimme zu hören ist. Außerdem bereichert der klassisch ausgebildete Vokalisten Erik Vister den Longplayer.

"Wenn ich Musik mache, habe ich Bilder im Kopf. Die Bilder, die aus der Musik aufsteigen, gehören dazu. Ich spinne daraus Geschichten", sagt Hanne selbst. Wer sich ihre Musik anhört, versteht, was sie meint.

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