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laut.de-Biographie

God Seed

God Seed sind eigentlich wenig mehr als eine Fußnote - selbst im Bereich des extremen Metals. Warum sie dennoch mit einem Profil hier Erwähnung finden? Ganz einfach, weil die Entstehungsgeschichte nicht alltäglich ist und die Beteiligten durchaus einen gewissen Stellenwert im Genre haben.

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God Seed sind, bzw. waren eigentlich das, was ursprünglich auf diversen Sommer Festivals 2008 unter dem Namen Gorgoroth auftreten sollte. Allerdings hatten Basser King Ov Hell und Fronter Gaahl versucht, den eigentlichen Gorgoroth-Gitarristen und Bandgründer Infernus aus der Band zu schmeißen und die Namensrechte zu behalten. Das wurde per Gerichtsurteil verhindert und so mussten sich die beiden kurzerhand in God Seed umbenennen.

Da Gaahl und King 2008 bereits ein komplettes Album fertig hatten, bei dem nur noch die Vocals aufgenommen werden mussten, laufen schon kräftig die Verhandlungen. Da Mitte 2009 immer noch kein Ton von Gaahl auf Band ist und der auch öffentlich zugibt, dass er mit Metal, Satan und all dem anderen Brimborium nichts mehr am Hut hat und lieber Frauenklamotten entwirft, ist God Seed eigentlich schon gegessen, bevor es überhaupt los geht.

Dennoch wird der Gig auf dem Wacken Open Air 2009 mitgeschnitten und eine Veröffentlichung für 2011 angekündigt, die jedoch wieder verschoben wird. King hat der derweil bereits 2010 mit Dimmu Borgir-Fronter Shagrath die God Seed-Tracks unter dem Banner Ov Hell veröffentlicht und war auch anderweitig sehr aktiv. Ende Januar 2012 erscheint "Live At Wacken" nun doch als CD und DVD und bleibt somit einziges Ton- und Bilddokument, einer nur allzu kurzlebigen Band.

Kaum ist "Live At Wacken" aber veröffentlicht, beschließen King und Gaahl der Sache doch eine Chance zu geben und schreiben nicht nur neue Songs, sondern suchen sich mit den beiden Gitarristen Sir (Djerv) und Lust Kilman (Grimfist, The Batallion), Keyboarder Geir Bratland (Dimmu Borgir) und Drummer Kenneth Kapstad (Motorpschyo) sogar eine neue Band zusammen. Das Ergebnis folgt noch im Oktober in Form von "I Begin".

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