Porträt

laut.de-Biographie

Gigi D'Alessio

Neapel ist eine Stadt mit einem eigenen, stark ausgeprägten kulturellen Mikrokosmos. Es existiert eine florierende dialektale Film- und Tonindustrie, die auf lokaler Ebene weitaus erfolgreicher ist als alles Englischsprachige. So gibt es Schauspieler und Musiker, die in der näheren Umgebung einen götterähnlichen Status erreichen (und somit nur noch Diego Maradona unterstellt sind), im Rest Italiens aber oft völlig unbekannt bleiben.

Lieder wie "O' Sole Mio" oder "Funiculì Funiculà" sind neben der ebenso aus Neapel stammenden Pizza zu Wahrzeichen der Stadt geworden. Ein weiteres erfolgreiches 'Exportprodukt' ist seit einigen Jahren der Sänger und Songwriter Gigi D'Alessio. Am 24. Februar 1967 geboren, entscheidet er sich schon früh für eine Karriere als Musiker und besucht schon mit zwölf Jahren das Konservatorium. Als der Multiinstrumentalist mit 21 seine Ausbildung als geprüfter Klavierspieler beendet, ist sein Talent längst bekannt. Innerhalb kürzester Zeit steigt er zu einem der gefragtesten Produzenten Neapels auf und schafft es auch, seine eigenen Lieder zunehmend hochkarätig unterzubringen. So 1990, als sich die lokale Kultfigur Mario Merola seinem Song "Cient’anne" annimmt.

Auf Neapoletanisch erscheint 1992 seine erste Soloplatte. Der Erfolg beschert ihm zwei Jahre später einen Major-Vertrag bei Ricordi, mit "Passo Dopo Passo" gelangt er 1995 zu nationalem Ruhm. Seitdem ist sein Erfolg nicht mehr zu bremsen: Mit melodischen und anspruchsvollen, wenn auch sehr poppigen Arrangements, und einer ausdrucksvollen Stimme, die "’o core," also das Herz mit all seinen Gefühlen, besingt, erweitert sich sein Fankreis mit jeder neuen Veröffentlichung.

1998 versucht er sich als Schauspieler im Film "Annarè." Zuerst nur in Neapel und Umgebung ausgestrahlt, spielt er am ersten Wochenende mehr ein als "Titanic" und "Die Eiserne Maske" gemeinsam. Während der Nachfolger "Cient’anne" ein Jahr später den Erfolg im Filmgeschäft bestätigt, läuft die musikalische Karriere weiterhin auf Hochtouren: Ein Sommerkonzert im Stadion San Paolo zieht mehr Zuschauer an als wenige Tage zuvor Robbie Williams, bei einem Auftritt im albanischen Tirana sollen sich sogar 250.000 Personen versammeln, in New York spielt er im ausverkauften John F. Kennedy Center.

Das Jahr 2000 beginnt mit einer guten Platzierung beim Festival di Sanremo, das ideale Vehikel, um sein neues Album "Quando la Mia Vita Cambierà" an die Spitze der italienischen Charts zu beamen. Mit dem auf Spanisch gesungenen "Como Suena El Corazon" versucht er, an den internationalen Erfolg Eros Ramazzottis oder Zuccheros anzuknüpfen und tritt im Frühjahr auch in Deutschland auf. Seine jährliche Sommertournee beendet er im September vor 220.000 Personen auf Piazza del Plebiscito, Neapels Hauptplatz - und stellt somit einen neuen Rekord auf.

Der erfolgreichen Formel folgend, erscheint im März 2001 nach einem Auftritt in Sanremo sein Album "Il Cammino Dell’Età," das ihn endgültig außerhalb der Grenzen Neapels und Italiens etablieren soll. Für den Sommer ist zudem die Veröffentlichung einer Sammlung in spanischer Version seiner erfolgreichsten Lieder geplant.

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