Porträt

laut.de-Biographie

Georgia's Horse

Die Musik der texanischen Band ist atmosphärisch durchzogen von Dunkelheit und Einsamkeit und evoziert ein ambivalentes Bild des texanischen Bundestaates. Jenseits von Dallas und Houston steht die Kargheit und Schönheit der Berge und Wüsten im Kontrast zu den längst verlassenen Militärstützpunkten und Niederlassungen.

In der Wüste des westlichen Texas' existieren unzählige dieser staubigen Geisterstädte. Die zwischen Morbidität und Faszination pendelnden Country Death-Songs von Georgia's Horse klingen, als entsprängen sie einer von ihnen.

In erster Linie handelt es sich dabei um das musikalische Projekt der Singer/Songwriterin Teresa Maldonado, die ihre minimalistischen Songs mit Gitarre oder Piano einspielt und mit dem feinsinnigen Spiel unterschiedlicher Mitstreiter garniert.

Stilistisch setzt sie auf trübe und langsame Arrangements zwischen Alternative Country und Gothic Folk. Sie rückt ihren Gesang ins Zentrum ihrer Kompositionen, die sich atmosphärisch an Künstlerinnen wie Hope Sandoval, PJ Harvey oder Cat Power anlehnen.

Seit 2004 veröffentlicht Maldonado ihre düsteren Kleinode im Eigenvertrieb und findet ihr musikalisches Zuhause schließlich beim Label Fire Records, auf dem die EP "Sheperd", ihr offizielles Debüt-Album "The Mammoth Sessions" (beide 2009) und der Zweitling "Weather Code" (2013) erscheinen.

Dass sie sich mit ihren düsteren Liedern dem Mainstream entzieht, scheint unbedeutend, schließlich geht es ihr um mehr als um den kommerziellen Erfolg: "Es ist irrelevant, ob das die angemessene Art ist Geld zu verdienen. Die Musik brauche ich dennoch zum Überleben."

"Nicht nur die Musik, vielmehr die allgemeine kreative Betätigung. Es geht darum, Erfahrungen artikulieren zu können, die ansonsten das eigene Selbst bedrohen könnten. Ich weiß, dass ich ein völlig anderer Mensch wäre, wenn ich nicht schriebe. Ich musiziere für mich, für mein Leben. Ein Menge Geld zu verdienen, ist nicht wirklich Teil dieses Lebens."

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