Porträt

laut.de-Biographie

Freshlyground

"Vergiss dein Schicksal, komm auf die Füße und lebe!", singt Leadsängerin Zolani. Dazu tanzen Teenager - und Erwachsene. Schwarze - und Weiße. Denn für was Freshlyground musikalisch stehen, was sie zusammenschweißt, ist das Hinter-sich-lassen von überholtem Denken. Hierzulande vielleicht nicht so etwas Besonderes. Im Südafrika des Jahres 2002 schon!

Südafrika, Mozambique und Zimbabwe heißen die Herkunftsländer der aus sieben Musikerinnen und Musikern bestehenden Truppe. Sie, das sind die mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund ausgestatteten Zolani Mahola (Gesang), Aron Turest-Swartz (Keyboards, Perkussion), Kyla-Rose Smith (Geige, Gesang), Simon Attwell (Querflöte, Mbira), Peter Cohen (Schlagzeug), Julio Sigauque (Gitarre) und Josh Hawks (Bass, Gesang).

Über alle hartnäckig bestehenden ethnischen Vorurteile und die allein in Südafrika existierenden zwölf Nationalsprachen hinweg, vereinen Freshlyground in ihrer Musik die unterschiedlichen Gruppen Südafrikas und erschaffen ein buntes, und vor allem friedliches, Nebeneinander. "Bei ihren Proben werden ihre Stile, Geschmäcker, Farben und Einstellungen durcheinander gewirbelt – ein Prozess, der einer Kernspaltung gleichkommt", schreibt das Weltmusik-Magazin über die explosive Mischung.

"Letztendlich ist es Pop mit afrikanischem Einschlag," beschreibt Leadsängerin Zolani "sei es in der Melodie oder im Rhythmus." Sie singt in der Zulu-Sprache Xhosa oder in Englisch. Oder beides. Ihre Texte sind poetisch und modern. In Afrika identifiziert man sich gern mit ihrer Sprache, deren Feinschliff Zolani während ihrer Schauspielausbildung an der Kapstadter Universität erhält. Dort lernt sie auch den Keyboarder Aron Turest-Swartz kennen. Ein paar Semester, Sessions und Freundschaftsschließungen später ist 2002 Freshlyground geboren.

Ihr farbenreiches und friedliches Miteinander findet jedoch nicht nur auf musikalischer Ebene einen Ausdruck. Über die politische Dimension von Freshlyground müssen wohl nachfolgende Generationen urteilen. Mit Zuschreibungen wie "Sie überbrücken historische Grenzen" oder "Repräsentanten der Vielfalt ihres Landes" ist ein fruchtbarer Boden für einen Einfluss auf die politische Meinungsbildung schon jetzt vorhanden. Dennoch bleiben Freshlyground auf dem Boden: "Natürlich passiert viel Positives, aber unter der Oberfläche haben die Leute nach 40 oder 50 Jahren Apartheid immer noch Angst," so Kyla. "Es muss noch viel Zeit vergehen, um die Wunden zu heilen."

2003 debütiert Freshlyground mit "Jika Jika". Schnell ist, im Publikum ebenso wie von Kritikerseite, von purer Ausgelassenheit, Leidenschaft, glühend heißer Energie, Ehrlichkeit, Tiefe, Integrität und der "Zukunft der südafrikanischen Musik" die Rede.

Der Nachfolger "Nomvula" ist nicht nur in Afrika ein Verkaufsschlager. Dort avanciert der Song zum meist gespielten Track des Jahres 2005. Der nationale Erfolg äußert sich in unglaublichen Verkaufszahlen und Gigs en masse. Alleine 2005 spielen Freshlyground über 200 Konzerte. Dank seiner Ohrwurm-Single "Doo Be Doo" schwappt der Freshlyground-Groove auch nach Europa und es folgt prompt eine Einladung zum North Sea Jazz Festival.

Der internationale Durchbruch folgt ein Jahr später. Freshlyground treten auf der Midem in Cannes auf, Robbie Williams bucht sie als Support-Act für seine Südafrika-Tour und ihr Label Sony/BMG veröffentlicht "Nomvula" in Europa. Gleichzeitig wählt der südafrikanische Fußballverband Freshlyground als 'Kulturbotschafter der Fußball WM 2010' und schickt sie zur WM 2006 nach Deutschland.

Im selben Jahr begeistern Freshlyground im Vorprogramm von B.B. King die Zuschauer in Paris in London. Ihre eigene Tour führt sie u.a. nach Italien, wor der Remix von "DooBeDoo" sich besonders erfolgreich in den Top 40-Charts festsetzt.

Ihre Inthronisierung findet jedoch bei MTV European Music Awards statt. Dort erhalten sie den Preis in der Kategorie Best African Act 2006. Damit etablieren sie sich endgültig in der europäischen Musiklandschaft. Denn "es wird wirklich Zeit, dass eine Afro-Pop-Band die magische Musik Afrikas in die Welt bringt. Höchste Zeit", meint nicht nur das Weltmusik-Magazin.

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Doo Be Doo
Nomvula (After The Rain)
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  • Neue Klänge

    Freshlyground im exzellenten Porträt des Weltmusik-Magazins.

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  • Bildungsförderung

    Freshlyground engagieren sich mit Benefizkonzerten u.a. für Masifunde Patenschaften.

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