Porträt

laut.de-Biographie

Fluke

In der großen, weiten Welt der Elektronik gibt es einige Acts, die sich Kategorisierungen und Schubladisierungen entziehen. Eine Beschreibung dieser Musik führt unweigerlich zu Wortungetümen, deren Informationsgehalt am gegen Null tendiert. Die Tüftler von Leftfield sind hierfür ein Paradebeispiel. Weder richtig Techno, noch definitiv House beepen, wummsen und knarzen sich ihre Brüder im Geiste, Fluke, durch den Kosmos der synthetischen Klänge.

Fluke, was in etwa mit "Dusel" übersetzt werden kann, entstehen 1986. Mike Bryant, Jon Fugler und Mike Tournier wachsen in einem Vorort in London auf und bewohnen zusammen ein Haus, als sie beschließen, zusammen Musik zu machen. Das Wohnzimmer dieses Hauses wird nach und nach von allem unnötigen Ballast wie Fernseher, Sofa und Tisch befreit, um den mehr und mehr um sich greifenden technischen Geräten Platz zu machen. Als Ende der Achtziger das Acid-House-Fieber um sich greift, sind Fluke mit von der Partie. Frühling 1989 erscheint ihre erste Single ("Thumper") - damals noch in Eigenregie geschrieben, produziert und vertrieben. Ein Jahr später geht "Joni" an den Start. Alan McGee - der Gründer von Creation Records - bietet ihnen daraufhin einen Plattendeal über ein komplettes Album an. Der Titel der Scheibe hört auf den seltsamen Namen "Techno Rose Of Blighty" und beschert dem Trio gute Kritiken und einen noch besser dotierten Vertrag beim Major Virgin.

Die Live-EP "Out" wird während ihres allerersten Gigs in London aufgenommen, wenig später stellen sie schon "Six Wheels On My Waggon" fertig. Zum ersten Male gelangen sie zu Chart-Ehren und Remix-Aufträge fliegen ihnen en Masse ins Haus. Two tribes von Frankie Goes To Hollywood, "Spooky" (New Order) und "Big Time Sensuality" (Björk) erhalten eine beatlastige Frischzellenkur. Letztere lädt die Band sogar ein, mit ihr zusammen bei den '93er MTV-Music Awards zu spielen.

Angespornt durch solche Ehren, gehen Fluke zum ersten Mal auf Tour durch das United Kingdom. Weitere Charteinstiege stellen sich ein - vom Insidertipp sind sie nun weiter entfernt denn je. Das mittlerweile dritte Album "OTO" beschert ihnen Gigs beim renommierten Tribal Gathering Festival und auch in Glastonbury rocken sie das Haus.

1997 bekommt die Fluke-Familie Zuwachs. Rachel verleiht den Live-Shows die Extravaganz und Exotik, die vielleicht gefehlt hat. Ein Augenschmaus ist sie auf jeden Fall. Im Vorbeigehen remixen sie noch "The End Is The Beginnig Is The End ..." der Smashing Pumpkins, bevor mit Risotto die bis dato erfolgreichste Veröffentlichung folgt. Die erste Single "Atom Bomb" findet sich auf dem Soundtrack zum Videospiel "Wipeout 2097" neben illustren Gäste wie den Chemical Brothers, Daft Punk, Prodigy und Underworld wieder und fühlt sich dort gut aufgehoben.

2001 ist es Zeit, das Erlebte zusammenzufassen. Im angemessenen Rahmen geschieht dies auf der Best-Of-Platte "Progressive History X".

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