Porträt

laut.de-Biographie

Finn

Patrick Zimmer ist Finn. Ein Schwärmer und hoffnungsloser Romantiker auf der Suche nach Harmonie und wahrem Gefühl. Es bedarf keiner großen Phantasie, sich vorzustellen, wie der Hamburger, in seiner Wohnung unter wärmenden Decken begraben, über das Leben, das Universum und den ganzen Rest sinniert. Oder dämmrige Regenspaziergänge am Elbstrand unternimmt.

Wenn er zurückkehrt, nimmt er mit verklärtem Gesichtsausdruck vor dem Computer Platz und übersetzt Sinneseindrücke in fragile Dichtung. Im gemächlichen Tempo einer erblühenden Blume entfalten sich Finns Songs. Sanfte Elektronikflächen umschmeicheln den Hörnerv. Eine unaufdringliche Drum-Machine, pluckernde Akustikgitarre, gedämpfte Streicher und Bläser tragen Zimmers warme Stimme auf Wolken.

Eine Atmosphäre des Rückzugs und der Melancholie, wie sie auch Sigur Rós seit Jahren einfangen. Konkretere Momente wie zum Beispiel die Single "Electrify" rufen The Notwist, Patrick Wolf oder Console ins Gedächtnis. Doch auch in diesen aufbrausenderen Augenblicken werden Melodien auf samtene Kissen gebettet und wie Glasknochen in wattierte Poesie gehüllt.

Zimmer möchte die Welt umarmen. Zumindest mit seinen mollgewordenen Gegenwelten der Vernunft, die seit 2003 über Sunday Service erscheinen, gelingt ihm das erstaunlich oft. Sie bieten Lofi-Postpop für die Schlafwandel-Generation. Oder einfach schöne Klangoasen für sämtliche Stimmungs- und Großwetterlagen.

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