Porträt

laut.de-Biographie

Esoteric

Als Esoterik werden im Allgemeinen bestimmte Lehren bezeichnet, die nur für einen bestimmten, inneren Personenkreis vorgesehen sind. Sozusagen ein elitäres Wissen, das nicht für jeden bestimmt ist. Dass dabei die seltsamsten Auswüchse an Pseudowissen und Theorien rauskommen können, liegt auf der Hand.

Trotzdem aber eine schöne Bezeichnung, auch für eine Band, denken sich im Juli 1992 wohl Sänger Greg Chandler, die drei (!) Gitarristen Gordon Bicknell, Simon Philips und Stuart, Basser Bryan Beck und Drummer Darren. So taufen sie ihre Combo auf den Namen Esoteric und veröffentlichen schon im nächsten Jahr ihr erstes Demo "Esoteric Emotions - The Death Of Ignorance", das schlappe 82 Minuten Musik bietet. Darauf zelebrieren sie zähen, tiefschwarzen Doom Metal und erhalten auch prompt ein Angebot vom Aesthetic Death Label, die von ihnen ein Album veröffentlichen wollen.

Das lassen sich Esoteric nicht zweimal sagen und gehen im Juni 1994 ins Studio um dort insgesamt sechs Songs aufzunehmen, die allerdings eine Spielzeit von über 90 Minuten haben. Das Label staunt nicht schlecht, als sie die Bänder in den Händen halten, veröffentlichen "Epistemological Despondency" aber schlicht und ergreifend als Dopped-CD. Kurz nach den Aufnahmen packen aber Stuart und Darren ihre Koffer und verabschieden sich. Den Verlust des dritten Gitarristen gleichen die Engländer zwar schnell wieder mit Steve Peters aus, doch ein fähiger Drummer lässt sich so schnell nicht finden.

Letztendlich stößt mit Anthony ein neuer Drummer zum Line-Up und mit ihm wollen sie 1995 nach ein paar Gigs in England auch ein paar Runden in Deutschland drehen. Da sich einer der drei Gitarristen aber verletzt, brechen sie die Tour ab und kehren nach England zurück. Im Juni des Jahres sind sie gerade nochmal in ihrem Heimatland unterwegs, als ihr komplettes Equipment bei einem Brand zerstört wird. Nachdem sie sich wieder neue Instrumente zugelegt haben, haken sie das Touren ab und machen sich wieder auf ins Studio, um dort neun Songs und beinahe zwei Stunden Musik für "The Pernicious Enigma" aufzunehmen.

Nachdem die Scheibe auf dem Markt ist, wollen Esoteric Ende '97 noch einmal eine Versuch wagen, in Deutschland zu touren. Doch Gitarrist Simon macht ihnen beinahe wieder einen Strich durch die Rechnung, weil er einen Tag vor dem Abflug seinen Ausstieg bekannt gibt. Um nicht schon wieder abbrechen zu müssen, übernimmt Greg einfach noch die Gitarre. Das funktioniert soweit ganz ordentlich, warum sich Esoteric auch nicht weiter nach einem dritten Gitarristen umsehen. Der Deal mit Aesthetic Death wird nicht verlängert, stattdessen unterschreiben sie beim italienischen Eibon Label.

Dort erscheint 1999 "Metamorphogenesis", auf dem Keith York die Drums einspielt, aber nur als Session-Drummer gelistet ist. Im Vergleich zu den anderen Scheiben von Esoteric, muss man schon fast von einer EP sprechen, doch bei einer Spielzeit von 45 Minuten ist das wohl Ansichtssache. Nach der Veröffentlichung geht es bei den Engländern sehr ruhig zu. Bis zur Jahrtausendwende geschieht nicht viel und erst im Mai 2002 dringt so langsam durch, dass sich Basser Bryan aus den Reihen von Esoteric verabschiedet hat. Wie immer ist der Zeitpunkt relativ unpassend, denn schon eine Woche später sollen die Aufnahmen beginnen. Also schreiben Greg, Steve und Gordon an neuem Material und lassen sich mit den Aufnahmen ausgiebig Zeit.

Die Drums spielt im Studio einmal mehr Keith York, die Bassspuren übernimmt Trevor Lines. Nachdem die Scheibe fertig gestellt ist, füllen Esoteric erst einmal ihre Reihen wieder mit Musiker auf und holen sich Drummer Andy Semmens, Basser Mark Boddossian und Keyboarder Olivier Goyet an Bord. Somit sind sie endlich auch mal wieder in der Lage, live zu spielen, müssen sich aber erst einmal nach einem neuen Label für die Veröffentlichung von "Subconscious Dissolution Into The Continuum" umsehen. In der Zwischenzeit verdient sich Greg noch ein wenig Geld als Produzent für die Extremhärtner von Gutworm. In Frankreich melden Season Of Mist schließlich Interesse an und bringen die Scheibe im Juli auf den Markt.

Mit Skepticism geht es im November für ein paar Dates nach Finnland und im folgenden Jahr geht es sogar im Rest Europas mal für ein paar Gigs rund. Im Sommer 2005 spielen sie auch ein paar Festivals, verkrümeln sich aber ab September wieder komplett in den Proberaum und müssen Drummer Andy ziehen lassen. 2006 sieht und hört man nichts von der Band, allein Greg ist einmal mehr als Produzent für Gutworm aktiv. Im April 2007 vermelden sie Joe Fletcher als neues Bandmitglied, doch Steve Peters reicht im August ebenfalls seine Kündigung ein.

Kris Clayton gibt seinen Einstand an der Gitarre auf der kurzen Tour im Herbst auf dem Festland. Bis auf einen weiteren Gig in Italien konzentrieren sie sich sonst auf die Arbeiten an ihrem fünften Album, welches auf den Namen "The Maniacal Vale" hört und Mitte Juni erscheint. Zu der Zeit haben sie schon ein Konzert in Moskau hinter sich und sind im Mai zwei Wochen durch Europa getourt.

Alben

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Termine

Mi 23.04.2014 Hamburg (Hafenklang)
Do 24.04.2014 Berlin (K 17)
Fr 25.04.2014 Oberhausen (Helvete)

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