Porträt

laut.de-Biographie

Emancipator

Kunststück: mit in ihrem Wesen entspannter Instrumentalmusik den großen Buzz entfachen. Dem Trip Hop/Ambient-Künstler Douglas Appling gelingt das schon seit 2006 mit beeindruckendem Erfolg.

Damals veröffentlicht der Amerikaner sein Debütalbum "Soon It Will Be Cold Enough" – allerdings nur im fernöstlichen Japan. Nichtsdestotrotz löst der Release weltweite Begeisterung für Applings Musik aus. Eine Schar eingefleischter Fans verbreitet die Debüt-News aus Asien durch Blogs und Foren, kauft das Album via Import und verteilt es unter Freunden und Gleichgesinnten weiter.

Noch bevor sich der seinerzeit gerade einmal 19-jährige Youngster aus Portland in Oregon so richtig Gedanken um die eigene Verortung machen kann, steht das Referenzsystem: Es fallen die Namen der Electronica-Rocker Ratatat, ebenso wie der spielfreudige Synthbastler Yppah – über allen thront allerdings der King kontemplativer bis vertrackter Beatkonstrukte, Bonobo.

Meist widmet sich Emancipator, benannt nach Abraham Lincoln, der im 19. Jahrhundert ebenfalls jenes Pseudonym popularisierte, jedoch der Downtempo-Sparte. Für Langspieler wie "Dusk To Dawn" oder "Safe In The Steep Cliffs" produziert er im besten Sinne Feierabend-kompatible Entspannungsmusik, die trotz ihres unaufgeregten Appeals nie Gefahr läuft, in pluckernden Panflöten-Chillout-Gewässern zu versickern.

Dafür sorgt der gekonnt errichtete Trip Hop-Überbau, sorgen die pointiert kickenden Beats und Gitarren-Feedbacks, sorgt überhaupt Applings Liebe zum Songwriting, die das Duell gegen die puristische Variante des Ambient stets gewinnt. Unter vielen anderen feiert diesen Sound auch der Rolling Stone Japan.

Im Zuge der ersten Nordamerika-Tournee 2009 gibt Emancipator einen Sponsorenvertrag mit der Sportmarke Puma bekannt. Außerdem findet sein Track "Maps" bei den Olympischen Spielen in Beijing Verwendung. Beflügelt vom globalen Erfolg, gründet Appling im Herbst 2012 die Plattenfirma Loci Records. Live unterstützt ihn der Violinist Ilya Goldberg.

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