Porträt

laut.de-Biographie

Driver & Driver

In den 80ern ist Berlin das Mekka der deutschen Hausbesetzerszene. Seither gehört alternative Lebenskultur fest zum Bild der Stadt. Die hat sich immer wieder auch musikalisch Gehör verschafft. Als Protagonisten gelten bis heute die Einstürzenden Neubauten. Nach der Wende hat sich Techno zum Sound von Berlin aufgeschwungen, nicht selten vermischt mit Einflüssen von Punk und Industrial. T.Raumschmiere beackert dieses Feld genauso wie die beiden Produzenten Chris Imler und Patric Cremer, die gemeinsam das Projekt Driver & Driver bilden.

2011 veröffentlichen die beiden aus dem Stand ihr Debütalbum "We Are The World", vorherige Releases: Fehlanzeige. Lediglich den Track "Kampf Im Kulturkaufhaus" geben sie zu Promotionzwecken an das Musikmagazin Spex heraus. Ein ungewöhnlicher Start den Driver & Driver da hinlegen, insbesondere für Musiker im elektronischen Bereich, wo vor dem Debüt in der Regel eine ganze Menge von Maxi-Veröffentlichungen den Backkatalog zieren.

Großen Vertrauensvorschuss bekommt das Duo vom Kölner Label Sonig. Vor allen Dingen die Releases von Mouse On Mars machen den Namen des Labels in den 90er Jahren zum Begriff. Später findet man hier Namen von DIY-Elektronik-Acts wie Kevin Blechdom und Donna Summer alias Jason Forrest. Auch Driver & Driver huldigen mit ihren Tracks der rohen Energie und dem gelebten Dilettantismus der Punk-Ära.

Auf diesem Fundament entfalten sie ihre elektronischen Beats. Die nötige Erfahrung bringen Imler und Cremer mit. Der eine findet sich schon mal auf einer Stereo Total-Veröffentlichung, der andere kann auf eine langjährige Karriere im Hardcore-Techno und bei den Puppetmastaz zurückblicken. Eine ideale Mischung, um in Berlin die Fahne des Techno-Punk hochzuhalten.

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