Porträt

laut.de-Biographie

Doormouse

In den neunziger Jahren, genauer gesagt 1994, nimmt in Milwaukee das Schaffen von Daniel 'Dan' Doormouse als DJ und Musiker seinen Lauf. Im ländlich geprägten US-Bundesstaat Wisconsin – Spötter sprechen auch vom land of bullshit and cow farts – konzentriert er sich zunächst auf Hardcore-Techno, bis er eines Tages über eine Platte von Sun Ra stolpert.

Für den Neffen von Motörheads Lemmy wohl so etwas wie ein Zeichen von oben, der Ausgangspunkt, um fortan eine etwas andere Musik zu machen. Im Anschluss daran gründet Doormouse die auf experimentelle Elektronik fokussierten Labels Addict Records und Distort. Hier veröffentlicht er Breakcore-Scheiben, die in ihrer Intensität und Durchgeknalltheit zumindest in den Staaten ihresgleichen suchen.

Doormouse beginnt in der Umgebung von Milwaukee sowie im Mittleren Westen solo zu performen, daneben gibt er ebenso Konzerte mit seiner Band Meat. Seiner Spur folgt angeblich ein Rattenschwanz aus Drogenfreaks, Sozialarbeitern und Abtrünnigen. Irgendwann wird Mike Paradinas, Gründer und Betreiber von Planet Mu auf Doormouse aufmerksam. 2002 erscheint dort seine erste große CD-Veröffentlichung unter dem Titel "Broken". Die Partnerschaft mit Paradinas währt allerdings nicht allzu lange (man munkelt wegen Suff und Hieben an falsche Adressaten), und beide gehen wieder getrennte Wege.

Der mittlerweile in Miami, Florida, lebende Dan Doormouse landet schließlich bei Jason Forrest alias Donna Summer bzw. dessen Label Cock Rock Disco, die seine CD "Stanley Yershonowski Presents Xylophone Jism As The Ridiculator" veröffentlichen. Wenn er mal nicht im Studio am Rechner sitzt, fläzt er überaus oft und gerne am Strand herum (einer geregelten Arbeit geht er laut eigener Aussage nicht nach) und begutachtet die Oberweiten der anwesenden holden Weiblichkeit.

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