Porträt

laut.de-Biographie

Declan De Barra

Seine Stimme und die Intensität seiner Musik haben ihm Vergleiche mit Jeff Buckley und Antony & The Johnsons eingebracht. Im Gegensatz zu ihnen ist Declan De Barra aber immer seinen Wurzeln treu geblieben und versucht nach wie vor, sein Ding ohne externe Hilfe durchzusetzen. Erfolg scheint ihn weitaus weniger zu interessieren als der direkte Kontakt zum Publikum und die Möglichkeit, seinen eigenen Kopf durchzusetzen.

Im irischen Waterford geboren, zieht De Barra in den 80ern nach Australien. Er kommt mit der Melbourner Szene in Verbindung und beginnt mit 18 Jahren, an seiner Stimme zu basteln. Er steigt bei Non Intentional Lifeform ein, die einen Vertrag mit Roadrunner Records unterschreiben und in Australien kleinere Erfolge verbuchen können.

1999 gründet er Clann Zú. Die Musik der Band ist so eklektisch wie die Vorlieben der Mitglieder, die zuvor Punk, Elektro oder Klassik gespielt haben. Auf einem eigenen Label erscheint 2001 das Debütalbum "Rúa", das es drei Jahre später auch in den internationalen Vertrieb schafft. Es folgen der Zweitling "Black Coats and Bandages" (2004) sowie Auftritte in Amerika und Europa.

2005 gibt die Band überraschend ihre Auflösung bekannt. De Barra hat sich zu diesem Zeitpunkt wieder in Irland angesiedelt und arbeitet hauptberuflich als Grafiker und Künstler. Mit kurzen Zeichentrickfilmen nimmt er an verschiedenen Festivals teil.

Parallel nimmt er die Stücke auf, die zu seinem Solodebüt "Song Of A Thousand Birds" führen. Spärlich arrangiert, umgibt er sich mit Musikern der irischen Alternative-Szene und nutzt jede Gelegenheit, die Lieder aufs Band zu bringen, sei es in Wohnungen oder verlassenen Gebäuden. Das Album erscheint 2006.

Die zweite Solo-Veröffentlichung "A Fire To Scare The Sun"(2008) schließt musikalisch an das Debüt an und ist von einer trüben, aber auch aufbegehrenden Weltanschauung:

"All der Hass auf die Unterdrückung der Schwachen, Bewusstseinsdefizite und soziale Ungerechtigkeiten sind in meinen Songs recht einfach auszumachen. Ich hoffe aber, dass auch die Hoffnung zwischen den Wörtern hindurch schimmert und nicht nur die Verbitterung. Das hängt von jedem selbst ab, nehme ich an. Das Lied und was es dir bedeutet, wenn du es hörst. Deshalb mag ich es nicht, wenn man die Texte für die Hörer allzu sehr verdunkelt. Aber gegen ein wenig Rätselhaftigkeit habe ich nichts einzuwenden."

Eine Einstellung, die auch das dritte, originell gestaltete Album "Fragments, Footprints And The Forgotten" (2011) prägt.

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