Porträt

laut.de-Biographie

Deafheaven

Die Jungs von Mogwai mit Corpse-Painting im Gesicht und eingepackt in tiefschwarze Ganzkörperkluft: Was käme dabei wohl raus? Wahrscheinlich etwas ähnlich Monströses wie das Schaffen der kalifornischen Shoegazing-Black Metal-Nerds von Deafheaven.

Die beiden Kalifornier George Clarke und Kerry McCoy vertreiben sich ihre Freizeit innerhalb der Grindcore-Band Rise Of Caligula, ehe sie sich im Februar 2010 zusammensetzen und über Gründsätzliches reden: "Wir waren irgendwie unzufrieden. Also trafen wir uns und redeten über unsere Zukunft. Irgendwann beschlossen wir die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Das war die Geburtstunde von Deafheaven", erinnert sich Sänger George Clarke.

Vor allem Kerry freut sich über den musikalischen Ausbruch, schließlich kam sein Faible für Post-Rock- und Shoegazing-Klänge bei den ehemaligen Kollegen nur selten gut an. Mit Deafheaven wollen die beiden Musiker neue Wege gehen. Black Metal, Shoegazing, Post-Rock, Alternative: Alles ist erlaubt.

Nachdem die zwei Freunde im April 2010 ihr erstes Viersong-Demotape veröffentlichen, halten sie Ausschau nach Gleichgesinnten, um das Bandgefüge etwas auszuweiten. Mit Derek Prine (Bass), Nick Bassett (Gitarre) und Trevor Deschryver (Schlagzeug) finden George und Kerry alsbald fähige Mitstreiter, mit denen sie im Sommer 2010 die ersten Live-Shows angehen. Das wilde Treiben des Quintetts spricht sich schnell rum, und so freuen sich die Verantwortlichen noch im selben Jahr über eine Einladung des Jacob Bannon-Labels Deathwish Inc.

Bereits ein Jahr (April 2011) später präsentieren Deafheaven unter dem Titel "Roads To Judah" ihr Debütalbum. Zwar geht das Quintett im Anschluss mit Bands wie KEN Mode und Russian Circles auf Tour, doch der Fünfer ist noch weit davon entfernt, von der Musik leben zu können. Auch die Gagen auf größeren Festivals stopfen nur bedingt die Löcher in der leeren Bandkasse. Das hat zur Folge, dass die beiden Bandgründer George und Clarke Zu Beginn des Jahres 2012 wieder allein dastehen: "Wir verdienten einfach zu wenig Geld. Für George und mich spielte das aber keine Rolle. Wir wollten einfach nur Musik machen", erinnert sich Kerry.

Anfang 2012 beginnt das Duo mit den Arbeiten am zweiten Album. Zusammen mit ihrem neuen Drummer Daniel Tracy betreten Deafheaven im Januar 2013 das Studio von Produzent Jack Shirley: "Wir wollten mit diesem Album noch einen Schritt weiter gehen", sagt George. Das Werk wird auf den Namen "Sunbather" getauft und erscheint im Juli 2013. Darauf zu hören ist ein emotionaler Mix aus Black Metal, Alternative, Shoegazing und Pop. Die Presse ist hin und weg. Pitchfork schreibt: "Dieses Album zählt definitiv zu den besten Newcomer-Scheiben des Jahres. Die Melange aus großen Melodien und derbstem Krach zieht sogar Leute in ihren Bann, die mit harten Klängen sonst eigentlich nicht allzu viel anfangen können."

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Termine

So 01.06.2014 Karlsruhe (Jubez)
So 03.08.2014 Dresden (Beatpol)
Mo 04.08.2014 Wien (Arena)
Mi 13.08.2014 Hamburg (Hafenklang)

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