Porträt

laut.de-Biographie

Deadstar Assembly

Aus South Beach im sonnigen Florida kommen vier eher düstere Musiker, die die Schnauze voll haben von all der Retortenmusik in ihrem Heimatland. Handgemacht soll ihre Mucke sein, mit fetten Gitarren, aber auch gern mit ein paar Synthies, Loops und allem, das bei Nine Inch Nails, Orgy oder Gravity Kills schon funktioniert hat. Da Marilyn Manson als Schockrocker immer noch 'ne gute Figur abgibt, sind extremes Auftreten und seltsame Pseudonyme natürlich Ehrensache.

Den Anfang macht Sänger, Gitarrist und Songwriter Dearborn, der im Sommer 2001 auf den recht bekannten Techno-Produzenten Luis Duran trifft. Mit ihm zusammen arbeitet er seine schon vorhandenen Songs weiter aus, macht sich parallel dazu aber auch auf die Suche nach anderen Musikern. Schließlich will er die Songs auch live präsentieren.

Der ehemalige Basic Humans-Electrofuzzi Mubo steht ganz oben auf der Liste des Sängers, und tatsächlich zeigt sich der Mann interessiert. Den Bass zupft ein junges Kerlchen namens The Dro, der ursprünglich aus Brasilien stammt. Mit Dearborns altem Highschool-Kumpel Jay holen sie sich noch einen zweiten Klampfer in die Band.

Loops und Samples sind zwar eine feine Sache, aber im Endeffekt soll doch ein Drummer aus Fleisch und Blut her. So stößt Gary 'Cygnus' Norton zum Line-Up. Endlich kann es auch live losgehen. Das selbstbetitelte Debütalbum verticken Deadstar Assembly noch über das bandeigene Label, doch schon hier lässt sich absehen, dass die Jungs ganz gut durchstarten.

Jay ist nach der Veröffentlichung von "Deadstar Assembly" recht schnell wieder raus, aber mit Dreggs findet sich bald wieder ein zweiter Gitarrist. Ihre Coverversion von Real Lifes "Send Me An Angel" schlägt vor allem in Gothic-, Metal- und Strip-Clubs in Florida mächtig ein.

Deadstar Assembly-Songs finden in diversen Independent-Movies Verwendung, MTV nutzt ihren Sound in der Serie "Punk'd", und auch das X-Box-Game "Project Gotham Racing 3" greift auf Musik der Band zurück.

Auf Tour teilen sie sich die Kojen ein paar Mal mit den Kollegen von Orgy, The Birthday Massacre oder Wednesday 13 und schneiden dabei immer wieder Videomaterial mit, das 2003 auf der DVD "Dark Hole Sessions - Vol.1" landet.

Natürlich kommen nebenher auch die Arbeiten an einem neuen Longplayer nicht zu kurz. So entstehen nach und nach 15 neue Stücke, die allesamt auf "Unsaved" landen. Der Bekanntheitsgrad der Jungs steigt enorm, immer mehr Deals stehen mit allen möglichen Firmen an. So viel dazu, dass sich die Band nicht verkaufen will.

"Unsaved" erscheint Ende April auch in Deutschland über The A Label. Bevor die Scheibe jedoch in den Regalen steht, ist Mubo raus, denn sein Verhalten auf Tour war wohl für die anderen nicht mehr tragbar. So rebellisch, wie sich die Jungs gern geben, sind sie anscheinend wohl doch nicht.

Im Sommer 2006 sind Deadstar Assembly auch in Europa unterwegs und haben dort Keyboarder sKuz dabei. Natürlich lassen sie wieder überall ihre Kameras mitlaufen und haben somit bald genügend Material für "Dark Hole Sessions - Vol.2" in der Hand.

Im Laufe der Zeit söhnen sie sich mit Mubo aus. Tatsächlich kehrt der Mann Ende 2009 in die Band zurück. Dafür ist Drummer Cygnus seit Anfang des Jahres Geschichte - hinter den Drums sitzt nun Kriz D.K., der auch auf "Coat Of Arms" Anfang Mai 2010 den Beat angibt.

Alben

Deadstar Assembly - Unsaved: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Unsaved

Kritik von Michael Edele

Fette, verzerrte Gitarren schrubben tonnenschwere Industrialriffs. (0 Kommentare)

Fotogalerien

Deadstar Assembly auf dem Summer Breeze 2010 Die Amis passten irgendwie nicht so zum sonnigen Wetter.

Die Amis passten irgendwie nicht so zum sonnigen Wetter., Deadstar Assembly auf dem Summer Breeze 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Amis passten irgendwie nicht so zum sonnigen Wetter., Deadstar Assembly auf dem Summer Breeze 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Amis passten irgendwie nicht so zum sonnigen Wetter., Deadstar Assembly auf dem Summer Breeze 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Amis passten irgendwie nicht so zum sonnigen Wetter., Deadstar Assembly auf dem Summer Breeze 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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