Porträt

laut.de-Biographie

David Knopfler

"Falls dich Dire Straits immer noch interessieren, findest du offizielle Infos auf der Mercury-Seite Mark-Knopfler.com, auf der alle Spuren des Gründers, ähm, ich, gelöscht wurden", ist in der Diskografie auf David Knopflers offizieller Seite zu erfahren. Obwohl er seine Karriere auch seinem Nachnamen und seiner Mitgliedschaft in einer der erfolgreichsten Bands der 80er Jahre verdankt, ist er auf diese Zeit nicht gut zu sprechen.

"Ich ging aus dem selben Grund eines jeden, der seinen Job verlässt, weil er nicht mehr seine Erwartungen und Hoffnungen erfüllt sieht. Ich wollte nicht einfach der Ausführer der Träume eines anderen sein. Was auch immer das Gegenteil von Reue ist: Es beschreibt am besten, wie ich mich nach dieser Entscheidung fühle. Sie eröffnete mir Millionen kreative Entscheidungen, die ich treffen musste, weit weg von dem Scheißdreck und den verzerrenden Spiegeln, die der Erfolg mit sich bringt", erklärt er etwa in einem Interview.

1952 in Glasgow geboren, aber in Newcastle aufgewachsen, spielt er schon als Kind Schlagzeug, Klavier und Gitarre. 1977 gründet er Dire Straits mit seinem drei Jahre älteren Bruder Mark und dem Bassisten John Illsey. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: 1978 landen sie mit ihrem selbstbenannten Debüt und der Single "Sultains Of Swing" sowohl in England als auch in den USA in der Top Ten. "Communique" (1979) festigt den Erfolg und verkauft sich weltweit über drei Millionen Mal.

Zwar ist David mit die treibende Kraft der Band, Marks prägendes Gitarrenspiel und seine Rolle als Sänger drängen ihn aber in den Hintergrund, weshalb er Dire Straits 1980 zugunsten einer Solokarriere verlässt. Um sich keinen Regeln fügen zu müssen, gründet er sein eigenes Label Paris Records und veröffentlicht bis 1995 sieben Alben, angefangen bei "Release" 1983. "Es ist die Musik, die sein Bruder Mark immer hätte machen wollen", kommentiert ein Journalist anlässlich der Veröffentlichung von "small mercies" (1995).

Vor allem in Deutschland erspielt er sich eine treue Fanschar. Neben der Musik beschäftigt er sich auch mit Malen und Poesie, zudem schreibt er regelmäßig über verschiedene Themen. "Bluff Your Way In The Rock Business" ist ein halb witziger, halb ernster Ratgeber, der 1996 erscheint. "Du brauchst kein besonderes Talent, um ein Studiomusiker zu werden. Du brauchst nur eines: einen Plattenvertrag" ist dort unter anderem zu erfahren.

"Wishbones" (2000) ist das erste Ergebnis seiner Zusammenarbeit mit der Plattenfirma edel. "Jetzt, wo ich auf den letzten Abschnitt meines Lebens blicke, finde ich es weniger aufregend, alles selbst zu kontrollieren und zu machen. Ich möchte nicht mehr, dass das Geschäft meine Kreativität beschneidet. Ich finde es besser, von jedem Hilfe und Unterstützung anzunehmen, der sie mir bietet", erklärt er diesen Schritt.

Im September 2004 erscheint sein neuntes Studioalbum "Ship Of Dreams", auf dem unter anderen Chris Rea und Jule Neigel Gastbeiträge leisten. Im Herbst 2006 folgt "Songs For The Siren".

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