Porträt

laut.de-Biographie

Das Actionteam

November 2005: "Wir waren zu dieser Zeit alle mit irgendwelchen Handlampen-Kapellen unterwegs und gänzlich unangegeilt von dem, was wir machten", so Frontkasper Jim Toronto. Mit traumwandlerischer Sicherheit sei ihm im Schlaf - so geht die Sage - die Idee zum ersten Song "Action, Action" gekommen.

Dem Kapellmeisterjob in einem polnischen Orchester überdrüssig habe er dann seinem Gaul die Sporen gegeben, sei gen Frankfurt gezuckelt und habe sich den erwartungsvoll vor dem Proberaum harrenden, drei anderen Bandmitgliedern angeschlossen.

Ganz so abstrus, wie auf der bandeigenen Homepage dargestellt, dürfte die Gründungsgeschichte nicht abgelaufen sein. Fest steht, dass Toronto (Gesang, Gitarre), Pete Bohne (Gitarre), Chuck "Eisenhieb" Weber (Drums) und Jaques Michel (Bass) mit einer ordentlichen Portion Humor gesegnet sind und es darauf anlegen, ihr Actionteam in den Orbit des R'n'R zu pusten.

Jim Toronto, fast nie ohne Helm zu sehen, führt diese Passion auf seine Zeit als Flugeinweiser zurück. "Ich habe ursprünglich als Fluglotse gearbeitet, dachte mir, das ist nicht das Ding, ich kann mehr, ich will Musik machen, ich kann rausgehen mit meinen Jungs und ordentlich aufn Putz hauen."

Mittlerweile finden die erste Single "Action, Action" oder die Hymne aller Nachwuchsbartträger, "Oberlippenbart", den Weg in die Gehörgänge aufgeschlossener Musikliebhaber. Zahlreiche Liveauftritte und Airplay bei regionalen Radiosendern sorgen dafür.

Die erste EP "Endlich Action" mit acht Tracks erscheint 2008 auf dem bandeigenen Label Vollspann Records. Der auf den ersten Blick offensichtliche Humor darf aber nicht über das musikalische Niveau hinweg täuschen: schrammelige Punk-Abfahrten, R'n'R-Riffgranaten, durchgedrücktes Distortionpedal, coole Blueslicks und zweistimmige Leads zeugen vom musikalischen Potential. Hier und da finden sich gar ein dezenter NDW-Einschlag oder jazzige Elemente.

Die deutschen Texte sind eine nicht ganz ernst gemeinte Nabelschau einer prolligen, auf zigfache PS-Zahlen getrimmten Generation. Aber auch die obligatorische Attacke auf das Casting-Ungeheuer, das durch sämtliche Kanäle wütet, darf nicht fehlen.

Zusammengehalten wird die Chose von der versierten Rhythmusgruppe, die ihre Arbeit selbst eher als profan einstuft. "Der Jim Toronto hat gesagt, er braucht einen, der richtig Gas gibt auf der Bühne, und Musik machen ist dann auch ganz nett, aber eigentlich gehts mehr ums Gas geben", so Basser Michel.

"Am Anfang des Gigs schalte ich immer auf Autopilot und lass mich auch nicht irritieren durch irgendwelche Außengeräusche, sondern ich bolz meinen Kram durch, und am Ende bin ich fertig, und wenn ihr auch fertig seid, dann habt ihr richtig gespielt.", ergänzt Trommler "Eisenhieb".

Mit frischen Songs, irgendwo zwischen den selbstgenannten Einflüssen "Helge Schneider", Münchner Freiheit, "Kraftwerk", "The Who" und einer ordentlichen Rockharke à la "Motörhead" und "AC/DC", rocken die vier Hessen weiter durch die Republik. Der erste Longplayer ist für Herbst angedacht.

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