Porträt

laut.de-Biographie

DJ Tomcraft

Schon immer war er ein großer Fan von "Akte X", kaum eine Folge hat er je verpasst. Als ProSieben eines Tages anfragte, ob sie zwei seiner Stücke für ihren TV-Trailer verwenden dürften, gab es nicht viel zu überlegen - Thomas Brückner alias DJ Tomcraft fühlte sich geschmeichelt. Zwei Jahre liefen damals seine Tracks "Powerplant" und "The Circle" zur Untermalung der "Akte X".

In der deutschen Techno- und House-Szene hatte der Name DJ Tomcraft da schon längst einen entsprechenden Klang. Mit 18 fing der heute 25-jährige Münchner an, selbst mit Samples zu basteln. Nach zwei Jahren legte ihm das Label "Kosmos Records" einen ersten Plattenvertrag vor - "This is no House" hieß seine erste Veröffentlichung.

Als sein eigentlicher Durchbruch gilt die 1996 nur auf Venyl erschienene Single "Unicum". Als er bei "Eniac" seine ersten Stücke veröffentlichte, wurde er schon in die Trance-Eck gesteckt. "Mind" konterte diese Etikettierung jedoch gekonnt - mit dem Techno-Abräumer landete er zum ersten Mal in einer Top 20 Platzierung in den Dance Charts.

"Die Reaktionen der Leute sind mir sehr wichtig, denn daran kann man auch genau erkennen, ob ein Stück funktioniert", sagt Tomcraft noch heute. Mit "The Circle" rangierte er auf Platz sieben der Dance Charts, in den deutschen Media Control Charts war er sieben Wochen lang vertreten - Platten drehen will er dennoch nicht sein lassen. Im Münchner Kunstpark Ost ist er Ressident-DJ, bei Mayday und Love Parade ohnehin Stammgast an den Turntables.

Im April 2001 ist nun sein Debutalbum erschienen. "All I Got ist in gewissen Teilen eine Art Werkschau unseres bisherigen Schaffens", sagt er zu der fünfjährigen Zusammenarbeit mit seinem Partner Eniac. Einige dieser 13 Tracks wird es nicht nur auf seinem Album zu hören geben. Wenn kurz vor der Love Parade "Rave Macbeth" in den Kinos anläuft, werden seine Tracks "Prosac", "Great Stuff" und "Powerplant" auch auf dem Soundtrack am Start sein.

Alben

DJ Tomcraft - All I Got: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2001 All I Got

Kritik von Klaus Teichmann

Längst ein Großer, doch erst jetzt mit Debutalbum. (0 Kommentare)

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