Porträt

laut.de-Biographie

Chikinki

Wir schreiben das Jahr 1997. In Bristol treffen fünf Mitzwanziger, die aus den verschiedensten Ecken Großbritanniens stammen, erstmals aufeinander und gründen in einem gemeinsam angemieteten Haus zunächst eine Männer-WG. Da alle WG-Mitglieder die Liebe zur Musik teilen, gründet man auch umgehend eine Band: Chikinki.

"Anfangs war die Band reiner Spaß. Wenn wir damals gewusst hätten, dass wir acht Jahre später immer noch existieren, hätten wir uns sicher einen etwas vernünftigeren Namen als Chikinki ausgesucht. Also einen Namen, den die Leute auch verstehen." so Rupert Browne, Sänger. Doch da man von Anfang an mit sehr viel Elan bei der Sache ist, kommt zum Spaß sehr schnell auch die Ambition dazu, eine wirklich coole Sache auf die Beine zu stellen.

Dafür opfern die Musikverrückten gerne auch kompromisslos die bürgerliche Karriere. So entscheidet sich beispielsweise Schlagzeuger Steve Bond gegen das Angebot eines Headhunters, ihn als Designer bei einem Formel 1-Rennstall unterzubringen, und setzt sich statt dessen lieber an die elektronische Schießbude. Gitarrist Ed Harris hingegen verlässt die ursprünglich eingeschlagene Militärlaufbahn.

Unterstützt von den beiden Keyboardern Trevor Wensley und Boris Exton beginnt man, den Chikinki-Sound zu formen. Dabei kommen unterschiedlichste Einflüsse vom Hardrock bis Techno zum Tragen. Und auch der typische, von Portishead und Massive Attack geprägte Bristol-Style geht nicht ganz spurlos an ihnen vorüber. Über den Einsatz eines Basses wird zwar kurz nachgedacht, aber bis heute stehen Chikinki in diesem Punkt in bester Doors-Tradition und verzichten lässig darauf.

Die bandinterne Entdeckung des guten alten Roland SH-101 gibt den Jungs einen weiteren kreativen Schub. Sie beginnen die bei Add N To X liebgewonnenen dreckigen Synthiesounds in ihre Songs einzubauen. Mehr und mehr Songmaterial entsteht. Eine Maxime beim Songwriting ist es, keine Samples zu verwenden und die Tracks so zu gestalten, dass man auch als Liveband alles 1:1 wiedergeben kann. Schon bei den ersten selbst organisierten Auftritten der Band zeigt sich Rupert als charismatischer Frontmann, der neben dem Gesang sich auch gern mal um die Wanderklampfe kümmert.

Mit "Telephone Heroes" erscheint im Sommer 2000 die erste EP, die Konzerte organisieren Chikinki nicht mehr selbst, sie sind nun häufiger live zu sehen. Weitere Veröffentlichungen folgen mit der LP "Experiment With Mother" (2001), 2002 erscheint die CD/12" "Like It Or Leave It", 2003 mehrere Singles. 2004 schließlich kommt "Lick Your Ticket" in Großbritannien in die Regale. Dazu kommen Samplerbeiträge wie z.B. auf dem Kitsune-Labelsampler "Kisune X".

Bei einem Konzert in Berlin treffen Chikinki auf die Gebrüder Schwarz, die zunächst einen Remix für Chikinki anfertigen und später bei den Aufnahmen zum neuen Album bei zwei Tracks auf Rupert als Sänger zurückgreifen. Da durch die Veröffentlichungen und Kollaborationen die öffentliche Aufmerksamkeit stetig steigt, werden Chikinki nicht nur in Elektronikerkreisen mehr und mehr zu einem (noch) Geheimtipp, sie touren mittlerweile durch ganz Europa und spielen pro Jahr bis zu 150 Gigs. Im Juli 2005 wird "Lick Your Ticket" über Kitty-Yo auch in Deutschland und Kontinentaleuropa veröffentlicht.

2006 sieht natürlich nicht groß anders aus als 2005: die Band geht auf Tour. Nach Aussage von Keyboarder Boris Exton seien Ermüdungserscheinungen überhaupt kein Problem, da einfach jeder in der Band für den Live-Auftritt lebe. Klingt gut. Zum Glück erinnern sich die Britrocker zwischendurch trotzdem noch ihrer Studiopflichten und so erscheint Mitte des Jahres zunächst die Single "You Said" und im November dann "A Little Time". Beide Songs warten bei MySpace auf berechtigte Lobeshymnen. Außerdem gibts das angekündigte Tourtagebuch inkusive Fotos auf der deutschen Bandseite.

Das zweite Studioalbum erscheint dann aufgrund diverser Meinungsverschiedenheiten erstmal nicht wie geplant im Frühjahr 2007, sondern im Herbst. "Brace, Brace", so der Titel, lässt erneut alle Herzen höher schlagen, die bei rotzigen 60s-Gitarren und moderner Electronica den Dancefloor stürmen.

Im Anschluss daran halten sich Chikinki lange von der Öffentlichkeit fern und kehren erst nach vier Jahren Anfang 2011 mit dem neuen Werk "Bitten" zurück. Angesichts der Tatsache, dass die Bandmitglieder mittlerweile von Bristol über London bis nach Berlin vertreut wohnen, kann man sich aber eigentlich nicht beschweren.

Interviews

News

Alben

Chikinki - Bitten: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 Bitten

Kritik von Michael Schuh

Ein Disco-Flirt in Kreuzberg läutet das Comeback ein. (0 Kommentare)

Chikinki - Brace, Brace: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Brace, Brace

Kritik von Dominik Kraus

Nicht mehr so verspielt, nicht mehr so verspult, mehr Pop. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Fotogalerien

Live in Konstanz 2008 Analoge und digitale Soundakrobatik galore.

Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) Analoge und digitale Soundakrobatik galore., Live in Konstanz 2008 | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen)

Live in München 2007 Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein.

Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser) Wer hier nicht tanzt besteht aus Stein., Live in München 2007 | © laut.de (Fotograf: Juliette Kaiser)

Noch keine Kommentare