Porträt

laut.de-Biographie

Blue Mountain

Die Geschichte von Blue Mountain ist eine, die beinahe schon abgeschlossen gewesen wäre. Von Ehrgeiz und Talent beflügelt, muss sich die Band im Sommer 2002 ihrer kommerziellen Erfolglosigkeit stellen und geht auseinander. Die Ehe von zwei Mitgliedern hängt am seidenen Faden. Die Zeichen stehen auf ein endgültiges Aus.

Dabei beginnt die Geschichte verheißungsvoll. Ende der 80er Jahre gründen Cary Hudson (Gesang, Gitarre) sowie Laurie Stirratt (Bass, Gesang) und ihr Zwillingsbruder John The Hilltops. Mit einer Mischung aus Rock, Country und Folk-Elementen gelten sie als Aushängeschilder eines Genres, das später das Label "No Depression" erhält – Alternative Country mit rockigen Klängen, zu dem unter anderen auch Uncle Tupelo zählen. Nach der Aufnahme von "Big Black River" (1991) lösen sich The Hilltops auf. John Stirratt tritt erst Uncle Tupelo bei und gründet später mit Jeff Tweedy Wilco.

Mittlerweile verheiratet, tun sich Hudson und Laurie Stirratt mit dem Schlagzeuger Matt Brennan zusammen und nennen sich in Blue Mountain um. 1993 erscheint ihr selbstproduziertes Debüt "Blue Mountain", zwei Jahre später gefolgt von "Dog Days", mit dem neuen Schlagzeuger Frank Coutch und einem Plattenvertrag in der Tasche. Das darin enthaltene "Blue Canoe" entwickelt sich zu ihrem bekanntesten Song und beschert ihnen im Alt. Country-Bereich eine große Popularität. Geprägt von Hudsons Gitarrenspiel, Stirratts Harmoniegesang und Coutchs eindringlichem Schlagzeug bestätigen Blue Mountain ihre Qualitäten mit "Home Grown" (1997) und "Tales Of A Traveller" (1999), ohne jedoch den kommerziellen Durchbruch zu schaffen.

2001 erscheint "Roots", ein Album mit Interpretationen von Folk-Stücken. Das jahrelange Touren fordert anschließend seinen Tribut. Nach dem Ausstieg Coutchs machen Hudson und Stirratt als Duo weiter, bevor sie die Bandtätigkeit 2002 mit der Veröffentlichung des Live-Albums "Tonight It's Now Or Never" ruhen lassen. Kurz danach lässt sich das Paar scheiden.

Hudson startet eine Solokarriere. Auf "The Phoenix" (2002) und "Cool Breeze" (2004) beweist er seine Fähigkeiten mit der elektrischen Gitarre, bevor er mit "Bittersweet Blues" (2006) ein reines Akustikalbum abliefert. Stirratt nimmt ein Album mit ihrem Bruder auf ("Laurie & John", 2004) und gründet das Label Broadmoor Records.

2007 stehen Hudson, Stirratt und Coutch als Blue Mountain überraschend wieder auf der Bühne, offenbar vom Enthusiasmus vergangener Tage beflügelt. Neben einer extensiven Tourtätigkeit begeben sie sich auch wieder ins Studio. Das Ergebnis sind zwei Alben, die 2008 erscheinen: "Omnibus", mit der Neuaufnahme alter Stücke in mehr oder weniger akustischem Gewand, und " Midnight In Mississippi", das neues Material enthält.

Alben

Blue Mountain - Omnibus: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Omnibus

Kritik von Giuliano Benassi

Diese Songs machten Anfang der 90er in Country-Kreisen Furore. (0 Kommentare)

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