Porträt

laut.de-Biographie

Benni Hemm Hemm

2005 ist das bisher wohl ereignisreichste Jahr im Musikerleben des damals 26-jährigen Benni Hemm Hemm, der mir bürgerlichem Namen Benedikt H. Hermannsson heißt und aus Island stammt. Dem Inselstaat also, der immer wieder Bands hervorbringt, die mit ihrer Kreativität, Leichtigkeit und äußerst eigenwilligen Klangwelten ebenso überraschen wie überzeugen.

Mitten in der umtriebigen Musik- und Musikerszene von Reykjavík steckt Benedikt H. Hermannsson. Dort findet er seine Band, die mal zehn, mal vierzehn Mitstreiterinnen und Mitstreiter umfasst, darunter auch solche, die sonst mit Sigur Rós auf der Bühne stehen. Und eben dort entstehen auch seine bisherigen Projekte. Rúnk etwa, mit denen Benedikt zwei Platten veröffentlicht hat. Oder das exzentrische Noise-Duo Post-Sköll.

Das erste Unterfangen unter dem Namen Benni Hemm Hemm entsteht 2003. In einem kleinen Appartement nimmt er die EP "Summer Plate" auf, die in einer Auflage von gerade mal 30 Kopien in zwei Plattenläden in Reykjavik verkauft wird.

2005 erscheint das gleichnamig betitelte Debüt-Album von Benni Hemm Hemm auf dem kleinen isländischen Label Smákökurnar. Im Spätsommer 2006 wird es auf Sound of a Handshake, der kleinen neugierigen Schwester von Morr Music, wiederveröffentlicht und dem Rest der Welt zugänglich gemacht.

In Island genießt die Band um Benni Hemm Hemm bereits große Popularität. Anlässlich der Iceland Music Awards wird das Debüt wird zum Album des Jahres 2005 gewählt, Benni Hemm Hemm zudem als Newcomer des Jahres ausgezeichnet.

Die Songs für Benni Hemm Hemms überbordendes Album entstehen während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Italien. Das gut gelaunte, verspielte Werk lässt sich am ehesten als orchestraler Country-Pop oder Big Band-Folk umschreiben.

Voluminös schachteln sich dort Blechbläser, Glockenspiel, Gitarre und Chöre ineinander, Balkan-Folk vermengt sich mit Nothern Soul-Einflüssen und vermittelt gleichzeitig einen Eindruck der isländischen Folklore. Wem das 2006 erschienene Album "Gulak Orkestar" von Beirut gefällt, der sollte sich "Benni Hemm Hemm" keinesfalls entgehen lassen.

Nach dem großen Erfolg in der Heimat machen Benni Hemm Hemm da weiter, wo sie aufgehört haben und bringen schon Anfang des Jahres 2007 das Nachfolge-Album "Kajak" auf den Markt. Eine Tour, auf der sie auch Deutschland bereisen, steht an.

Gerade auf der Bühne sollte man die Spielfreude dieser kauzigen Isländer miterleben. 2010 wirft das Kollektiv die EP "Retaliate" auf den Markt, mit der sie ihr englischsprachiges Debüt abliefern.

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