Porträt

laut.de-Biographie

Aufgang

Wer an klassische Musik denkt, hat höchst wahrscheinlich keinen Club voller tanzender Techno-Liebhaber vor Augen. Es sei denn, er lauscht den Klängen des experimentierfreudigen Trios Aufgang. Die beiden Pianisten Rami Khalifé und Francesco Tristano bewegen sich gemeinsam mit dem Percussionisten Aymeric Westrich inspiriert zwischen Minimal Music, Techno und Expressionismus.

Ihre Kreativität schöpfen die Musiker aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Der ursprünglich libanesische Tastenmann Rami Khalifé ist genau wie sein luxemburgischer Band-Kollege Francesco Tristano kein Unbekannter im Musikbetrieb. Die Tasten-Experten begeistern ein breites Publikum mit Einspielungen klassischer Werke, experimentellen Eigenkompositionen und ambitionierten Konzerten.

Die beiden Musiker lernen sich 2000 während ihres Studiums an der New Yorker Julliard School kennen. Aus gemeinsamen Clubnächten entwickeln sich techno- und houselastige Duo-Stücke. Mit Khalifés Freund Aymeric Westrich, erhält das Projekt 2001 einen versierten Schlagzeuger. Der studierte Drummer trat bereits als Produzent von Kery James und Begleitmusiker der Hip Hop-Formation Cassius in Erscheinung.

Bis aus dem losen Trio-Projekt schließlich die Band Aufgang entsteht, dauert es noch weitere vier Jahre. Francesco Tristano spielt 2005 ein klassisches Konzert in einer Kunstgalerie in Barcelona. Im Publikum befindet sich der Techno-DJ und Produzent Jeff Mills sowie ein Booker des städtischen Sonar Festivals, das zur selben Zeit stattfindet. Als Tristano gemeinsam mit Rami Khalifé eine vierhändige Version des Jeff Mills-Stückes "The Bells" aufführt, zeigen sich Techno-Größe und Booker tief beeindruckt. Sie holen die Pianisten kurzfristig ins Lineup des Festivals. Im Trio mit Aymeric Westrich erarbeiten sie innerhalb von fünf Tagen ein Programm, das die Zuhörer restlos verzückt.

Nach weiteren Auftritten und einer EP, macht sich die Band mit Hilfe des Produzenten Francois Baurin an ihr Album-Debüt. Das selbstbetitelte Werk erscheint im Februar 2010.

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