Porträt

laut.de-Biographie

Antigama

Grindcore-Bands starten oftmals nur als Nebenprojekt von Musikern, die sich nebenbei in wüsten Lärmorgien ausleben wollen. Genau so geht es auch im polnischen Warschau mit Antigama los. Gitarrist Sebastian Rokicki (Garden Of Worm) und Drummer Krzysztof Bentkowski (Sparagmos/Monev) heben die Band Ende 2000 aus der Taufe und geben kräftig Gas.

Schnell stößt von Krzysztofs erster Band noch Shouter Lukasz Myszkowski dazu, und von den Starzy Singers leiht man sich Basser Maciek Morus aus. Nachdem Antigama nur ein einziges Demo aufgenommen haben, erscheint 2002 auch schon das Debüt "Intellect Made Us Blind" über das italienische Label The Flood. Im September des Jahres geht es auf die Grind Manifesto-Tour mit Damnable und Brainwash. Nebenher spielen Antigama diverse Gigs mit befreundeten Bands wie Tragedy, Toxic Bonkers oder Fleas And Lice.

Im folgenden Jahr verlässt Basser Maciek die Band und gibt an Michal Pietrasik (Reinfection) ab. In dieser Besetzung entsteht eine Split mit Jan AG, einem Nebenprojekt des Agathocles-Bassisten. Kaum ist das vollbracht, geht es auch schon mit Nefas, Bastard Saints und Pignation auf die nächste Grind Manifesto-Tour.

2003 verbringen Antigama einige Zeit im Studio, denn neben einer Promo im Januar, die sie aufnehmen, um an einen neuen Deal zu kommen, spielen sie im Juli ein paar Songs für eine weitere Split mit den Japanern Deranged Insane ein. Die erscheint unter dem seltsamen Titel "East Clintwood".

Doch schon im August 2003 sind Antigama wieder im Studio, um ihr zweites Album "Discomfort" fertig zustellen. Als die Arbiten daran abgeschlossen sind, ist es auch schon wieder Zeit, ein Manifesto abzugeben und mit Third Degree und Pignation durch die Gegend zu ziehen. "Discomfort" und "East Clintwood" erscheinen beide erst 2004, genau wie drei weitere Split-Scheiben.

Zum einen teilen sich Antigama den Platz mit den Franzosen Elysium, zum anderen veröffentlichen sie mit den Australiern Open Wound "Blastasfuck". Doch damit nicht genug, erscheint zusammen mit Third Degree und Herman Rarebell über Selfmadegod "The World Will Fall Soon And We All Will Die".

Zwischendrin finden Antigama noch die Zeit, als Headliner auf der Ten Day Grindcore Massacre-Tour mit Deformed zu spielen. Außerdem treten sie auf dem Obscene Extreme Festival 2004 in der Tschechei auf. Anfang des nächsten Jahres machen sie sich an die Aufnahmen zu "Zeroland", auch wenn "Discomfort" über Selfmadegod Records wenig später zum ersten Mal auch im europäischen Umland erscheint. Aber was wäre das Jahr ohne eine Split, weswegen "Radiation Sickness" mit den Italienern Bastard Saints rauskommt.

Rauskommen liefert das richtige Stichwort, denn im September treten Antigama auf dem Giants Of Grind-Festival zum ersten Mal außerhalb Polens auf. Im November erscheint "Zeroland" und erfreut sich fast durchwegs positiver Kritiken. Bleibt also noch genügend Zeit, um im Dezember schon die nächsten Songs für die Split mit den Brasilianern Rot für die "Slimewave Series" aufzunehmen. Auch 2006 legt vielversprechend los, so geht es nach einem Auftritt auf Polens größten Metalfestival, dem Metalmania in Katowice, mit Keitzer quer durch Deutschland.

Mittlerweile haben Relapse Records Wind von den Polen bekommen und nehmen Antigama unter Vertrag. Sie beginnen die Arbeiten zu "Resonance", kloppen aber zur selben Zeit noch die Split mit Deformed unter dem Titel "Roots Of Chaos" raus. Im Dezember sind die Aufnahmen des vierten Albums abgeschlossen, doch bevor es Mitte Mai erscheint, kann sich der geneigte Fan noch ein Split mit den Amis Drugs Of Faith zulegen. Darauf widerlegen sie das Gerücht, dass ein Grindcore-Track nicht länger als drei Minuten sein darf, und spielen einen einzigen zwölfminütigen Song ein.

Split-Scheiben sind das halbe Leben. So erscheint vor "Resonance" eine weiteres Kooperationswerk. Dieses Mal messen sich Antigama mit Coldworker und Pig Destroyer. Am Bass erfolgt ein Wechsel. Fortan greift Michal Zybert in die Stahlsaiten.

Das wilde Veröffentlichen von Kollaborationen hat auf einmal ein Ende, 2008 hört man von Antigama kaum etwas. Erst im März 2009 erscheint das nächste Album "Warning", auf dem bereits Szymon Czech den Bass bedient.

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