Porträt

laut.de-Biographie

Absu

Die beiden Gitarristen Mike Kelly und Ray Heflin gründen 1989 noch unter dem Namen Dolmen im texanischen Plamo eine Black Metal-Band. Da man als Schwarzmetaller aber mit einem ordentlichen Pseudonym aufwarten sollte, nennt sich Mike fortan Shaftiel und Ray ist als Equitant Ifernain bekannt.

Zwei Jahre später benennen sie Dolmen in Absu um, was die sumerische Bezeichnung für den Ozean der Unterwelt sein soll. Zusammen mit einem Bassisten und Drummer nehmen sie die ersten Songs auf und veröffentlichen 1992 eine erste Single. Allerdings klappt das mit den anderen Musikern nicht wie erhofft, weswegen sie sich Russlay Randell Givens in die Band holen, der sich den Namen Proscriptor McGovern zulegt und sich neben den Drums noch die Vocals mit Shaftiel teilt.

Mit Dave Ward aka Daviel Athron Mysticia holen sie sich einen zweiten Gitarristen und mit Brian Artwick aka Black Massith einen Keyboarder huinzu. Shaftiel wechselt dafür vorübergehend einfach an den Bass. Um sich aber noch geheimnisvoller zu geben, verpassen sie ihrem Sound gleich noch die Bezeichnung Mythological Occult Metal. Wie sich der anzuhören hat, zeigen sie 1993 auf "Barathrum V.I.T.R.I.O.L.".

Das Debüt ist die erste und die letzte Scheibe für Daviel und Black Massith. Als Trio können Shaftiel, Equitant und Proscriptor einfach besser arbeiten und lediglich für Auftritte leihen sie sich bei Bloodstorm deren Basser Mezzadurus aus. Der ist somit auf den Europadates mit Impaled Nazarene und Sadistik Exekution, sowie auf der US-Tour mit Enslaved dabei.

Im Laufe der Zeit entfernen sie sich musikalisch immer weiter vom Black Metal, lassen dafür aber mehr Death und Thrash-Elemente einfließen. Allerdings tauchen auf "The Third Storm Of Cythraul" auch diverse Einflüsse aus dem Mittleren Osten auf. Da sämtliche Mitglieder nebenher diverse Projekte laufen haben, erscheint 1999 zunächst die EP "In The Eyes Of Ioldanach", ehe 2001 der nächste Paukenschlag von Absu folgt.

Nachdem bereits 2000 zahlreiche Stimmen von einer Auflösung der Band sprechen, legen sie mit "Tara" für viele ihr bis dato bestes Werk vor. Neben der wirklich ausgefallenen Schlagzeugarbeit begeistert vor allem das lyrische Konzept sowie zahlreiche Gastsänger und ungewöhnliche Instrumente. Um das deutlich komplexere Material live umzusetzen, holen sie sich mit Rad Davis aka Kashshapxu einen zweiten Gitarristen dazu.

Allerdings verliert Equitant das Interesse an dieser Art Musik und kehrt Absu 2002 den Rücken. Als sich Proscriptor eine schwere Verletzung an der Hand zuzieht, muss er beinahe ein Jahr pausieren. Als er wieder fit ist und Absu wieder in Angriff nehmen will, teil ihm auch Shaftiel mit, dass sich die Band für ihn erledigt hat, da auch Kashshapxu schon wieder Geschichte ist.

Für Proscriptor ist das ein recht herber Schlag, doch er bewirbt sich einfach um den zu der Zeit verwaisten Drumhocker bei Slayer. Den muss er zwar dem zurück kehrenden Dave Lombardo überlassen aber er steckt deswegen noch lange nicht den Kopf in den Sand. Stattdessen arbeitet er an mehreren Fronten gleichzeitig und bringt 2005 eine Compilation mit dem Namen "Mythological Occult Metal: 1991-2001" heraus. Darauf finden sich jede Menge rare und unveröffentlichte Songs.

Ende 2007 geht er es tatsächlich mit Absu nochmal an und holt sich mit den beiden Gitarristen Vastator Terrarum und Aethyris MacKay frisches Blut in die Band. Während Vastator 2008 schon wieder weg vom Fenster ist, steigt in diesem Jahr mit Geoffrey Sawicky aka Zawicizuz ein neuer Gitarrist und mit Ezezu ein Bassist ein.

Zumindest Letzterer hat auf das neue, schlicht selbstbetitelte Album keinen Einfluss mehr. Das ist schon fix und fertig und erscheint Anfang März 2009 über Candlelight Records. Passend dazu sind sie ab Juni in den USA auf Tour und kommen anschließend für diverse Festivals auch nach Europa.

Alben

  • Absu

    Offizielle Homepage.

    http://www.absu.us/
  • Absu@MySpace

    Open my coffin, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/absu

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