Porträt

laut.de-Biographie

3

Aus dem Staate New York, genauer gesagt aus dem Örtchen Woodstock (wo vor geraumer Zeit ein recht großes Festival über die Bühne ging und so manch Hippie nach Einwurf von ein paar Drogen wild durch die Gegend knatterte), stammt eine Band, die sich den schlichten Namen 3 gibt.

Der Grund dafür ist einfach. Sie besteht nur aus drei Mitgliedern: Gitarrist/Sänger Joey Eppard, seinem Bruder Josh (Drums) und Basser Chris Bittner. Die Anfänge der Band wurzeln irgendwo in den frühen 90ern. Dank ihrer eigenwilligen Songs, die sich beim besten Willen in keine Schublade packen lassen, versammeln sie rasch eine wachsende Fanschar um sich.

Nachdem sie eine ganze Zeit lang durch den Underground tingeln, erregen sie auf dem Woodstock-Festival 1994 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und von Universal-Records. Das Major-Label nimmt die Band unter Vertrag, woraufhin sie ihr erstes Album aufnehmen. Doch selbst nach ihrem zweiten Woodstock-Festival '99 erscheint die Scheibe nicht auf dem Markt. Die Formation trennt sich daraufhin von Universal. Anstatt sich nach einem neuen Vertrieb umzuschauen, gründen sie ihr eigenes Label Planet Noise-Records. Hier veröffentlichen sie ihr Debüt "Paint By Number".

Doch Josh scheint das alles musikalisch noch nicht weit genug zu gehen, deshalb wandert er zu Coheed And Cambria ab. Auch Chris orientiert sich anderweitig, darum muss sich Joey eine komplett neue Band zusammensuchen. Diese findet er schließlich in Billy Riker (Gitarre), Joe Cuchelo (Bass) und Drummer Chris 'Gartdrumm' Gartmann. In dieser Besetzung spielen sie "Half Life" ein und stellen sämtliche Journalisten einmal mehr vor das Problem, die richtigen Worte zu finden, um den Sound der Band zu beschreiben.

Den Rest des Jahres und das komplette Jahr 2002 hindurch vergeht kein Monat, in dem die Band nicht mindestens drei Konzerte an der Ostküste spielt. Nebenbei arbeiten sie an neuen Songs. So erscheint 2003 das Album "Summer Camp Nightmare", auf dem Keyboarder Joe Stote seinen Einstand gibt. Da Coheed And Cambria inzwischen eine recht große Nummer sind, rentieren sich die Familienkontakte, denn sie gehen gemeinsam auf Tour. Ebenfalls mit im Gepäck sind zuerst Boys Night Out, später dann Straylight Run und The Detatchment Kit.

2004 pusht Joey seine Solokarriere mit zahlreichen Auftritten, doch 3 kommen nicht zu kurz. Schon Mitte des Jahres ist "Wake Pig" fertig. Erneut packen sie ihre sieben Sachen, um mit Coheed And Cambria und Underoath auf Tour zu gehen. 2005 tritt jedoch Metal Blade an die Band heran und bietet an, "Wake Pig" noch einmal neu aufzulegen und zusätzlich in Europa zu veröffentlichen. Gesagt, getan. Mit etwas Verspätung steht das Album Mitte Januar 2006 endlich in Deutschland in den Regalen.

Das Artwork ist neu und die Trackliste um zwei zusätzliche Songs erweitert. Das Line-Up erfährt ebenfalls eine Veränderung: Für die tiefen Töne ist inzwischen Daniel Grimsland zuständig. Es dauert dennoch erstaunlich lange, ehe sich die Band im Juli 2007 mit ihrem nächsten Werk zurück meldet. Grund dafür sind wohl einmal mehr die vielen Nebenaktivitäten Joeys, der vor allem auch mit Mitgliedern von den Bad Brains diverse musikalische Projekte am Start hat. "The End Is Begun" knüpft musikalisch dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat und zementiert den außergewöhnlichen Stil der Band.

Einmal mehr sind alle Mitglieder auch anderweitig sehr umtriebig und konzentrieren sich in den nächsten beiden Jahren nicht wirklich aufs Songwriting, sondern bereiten lieber eine paar alte, fast schon vergessene Songs aus den Jahren 1998 bis 2002 neu auf und veröffentlichten diese unter dem Titel "Revisions". Es folgen ein paar Dates mit Porcupine Tree und eine Tour im Rahmen der 'Progressive Nation'-Tour mit Dream Theater, Opeth und Between The Buried And Me.

Kaum zurück, beginnen sie mit den Arbeiten an einem neuen Album, das schließlich in Form von "The Ghost You Gave To Me" Gestalt annimmt. Die Touren mit den Großen der Progressive-Szene haben ihre Spuren hinterlassen, denn das Anfang Oktober 2011 erscheinende Album ist so komplex und doch eingängig wie keines zuvor.

Alben

3 - Revisions: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Revisions

Kritik von Yan Vogel

Latin, Metal, Britpop, Pop und Gypsy nebeneinander in sozialistischer Manier. (0 Kommentare)

3 - Wake Pig: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2006 Wake Pig

Kritik von Michael Edele

Warum gehört Hirse nicht zu den Grundnahrungsmitteln? (0 Kommentare)

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