Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen und europäischen Ländern distanzieren sich vom ESC-Veranstaltungsort Israel.

London (ksc) - In einem offenem Brief von Musikprominenz wie Roger Waters, Brian Eno, Karin und Olof Dreijer (The Knife), Nils Petter Molvaer fordern die Unterzeichner einen generellen Boykott des nächsten Eurovision Song Contests, der nach Netta Barzilais Sieg regulär in Israel stattfinden wird.

"Bevor die Palästinenser nicht in den Genuss von Grundrechten wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichbehandlung kommen, sollte es kein business as usual mit dem Staat geben, der ihnen diese verweigert", schreiben die Musiker in dem am vergangenen Freitag im britischen Guardian erschienen Brief mit Bezug auf Israel.

Obwohl der Name der Organisation im Brief nicht genannt wird, trägt er überdeutlich die Handschrift des Boycott, Divestments and Sanctions-Netzwerks, kurz BDS, das den Aufruf zeitgleich auf seiner Homepage teilte. Diese versucht schon seit Jahren, den kulturellen Dialog mit Israel zu stören, wenn nicht sogar zu verhindern, und geht dabei mit aggressiven bis destruktiven Methoden vor. Roger Waters als prominentestes Aushängeschild unterstützt das Netzwerk schon seit längerem.

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Roger Waters und Netta Barzilai

Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Roger Waters und Netta Barzilai,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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8 Kommentare mit 79 Antworten

  • Vor 9 Monaten

    Immer wieder beeindruckend....bist Du eigentlich berufsschullehrer, pensioniert oder hast sonst irgendwie zuviel von dem Medium "Zeit" über??

    • Vor 9 Monaten

      Wo fange ich nur an? Zeit ist kein Medium. Wenn man ein Satz mit drei Punkten beendet, um eine Pause anzusetzen, nimmt man drei Punkte und danach ein Leerzeichen. "Bist" musst du hier groß schreiben und "du" klein, "Berufsschullehrer" wiederum groß. Um ein Fragezeichen zu verstärken nutzt man ein Ausrufezeichen und kein zweites Fragezeichen.

    • Vor 9 Monaten

      "Du" groß ist vollkommen legitim, wenn man es als Anrede analog zum "Sie" wie etwa in einem Brief/einer Mail versteht. Ich glaube Skywise oder irgendein Suppenkasper hier macht das in seinen Posts auch regelmäßig.

      Gruß (an)
      Skywise

    • Vor 9 Monaten

      Okay, das wusste ich nicht.

    • Vor 9 Monaten

      dann möchte ich noch kurz meine Fachkenntnisse einwerfen und anmerken, dass es keineswegs nur mit drei Punkten getan ist. Es gibt ein waschechtes Ellipsenzeichen … (alt+0133) das vom vorhergehenden und vom nachfolgenden Satz mit einem Leerzeichen abgetrennt wird. Außer, man unterbricht mitten im Wort, dann wird es direkt drangesetzt.

    • Vor 9 Monaten

      Von dem Zeichen wusste ich allerdings (wobei ich es noch nie benutzt habe, abgesehen von seinem LaTeX-Cousin), meinte aber eigentlich auch allgemein beim Schreiben, nicht nur am Computer.

  • Vor 9 Monaten

    Finde viele Ansätze Waters sehr dämlich, da sie politisch ins Niemansland laufen und Palästinensern nichts bringen werden - gerade bei der momentanen politischen Lage in Israel. Da würde es Roger (ähnlich wie Jeremy Corbyn) viel bringen, eine PR Agentur anzuheuern. Dann könnte man so einfach antisemitische Strömungen ausrotten.

    Aber die Entwicklung des Anwalts amüsiert mich immer wieder in den comments.

    • Vor 9 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 9 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 9 Monaten

      Mhh, lachender/weinender Smiley scheint nicht von lauts System akzeptiert zu werden. :(

    • Vor 9 Monaten

      freut mich, dich zu amüsieren. aber die entwicklungh ist gar keine. im gegenteil. kritiker und autor bin ich erst seit 10 jahren. teil der deutscfh-israelischen juristenvereinigung war ich schon vor 20 jahren.

    • Vor 9 Monaten

      @"bist Du eigentlich berufsschullehrer, pensioniert oder hast sonst irgendwie zuviel von dem Medium "Zeit" über??"

      nein, sonst stünde im avatar "dein böser lehrer".

      und a bisserl zeit muss man sich schon nehmen für die sachen, die einen umtreiben. für diesen post habe ich bestimmt ganze 5 min gebraucht, sie aus (m)einem geburtstagsartikel zu israels 70. zu kopieren. das war es mir wert. aber erzähl doch gern, ob es ankam oder auf taubheit stieß.

    • Vor 9 Monaten

      nichts für ungut aber "viel bringen, eine PR Agentur anzuheuern. Dann könnte man so einfach antisemitische Strömungen ausrotten." glaube ich eher nicht. Ich formuliere es mal vorsichtig. Es gibt den ein oder anderen sehr (einfluß)reichen Menschen mit jüdischen Wurzeln auf dieser Erde. Wenn das mit der PR Agentur funktionieren würde, hätte man es schon getan, denke ich.

    • Vor 9 Monaten

      Setz doch mal den Aluhut ab, torque. Zu viel "Protokolle der Weisen von Zion" gelesen? Es gibt genauso reiche und mächtige Menschen mit z.b. christlichen oder muslimischen Wurzeln.

    • Vor 9 Monaten

      Da wäre ich mir nichtmal sicher - allerdings eher aus geopolitischen/historischen/kulturellen Gründen - aber als Argument sehe ich das auch nicht wirklich.

      Menschen mit jüdischem Glauben schneiden im Durchschnitt eigentlich in allen mir bekannten Erhebungen (sind nicht viele, zugegeben) zumindest in den USA deutlich am besten ab.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Wealth_and_r…

      (2016 waren Hindus auf Platz 2, das erklärt sich denke ich relativ einfach durch die gezielte Einwanderung von IT-Fachkräften)

    • Vor 9 Monaten

      Eigentlich will ich ja kein Wasser auf die Windmühlen kippen, aber was soll's. :D

      Gerade auch die Formulierung von torqui ist natürlich sehr unvorteilhaft.

    • Vor 9 Monaten

      "Es gibt genauso reiche und mächtige Menschen mit z.b. christlichen oder muslimischen Wurzeln." bestreite ich das? :trusty: aber das interesse (sehr kostenintensive) PR zu betreiben, um "antisemitische Strömungen ausrotten" mag für einen Mensch*In, mit jüdischen Wurzeln, wahrscheinlich um ein vielfaches höher sein. Oder?

    • Vor 9 Monaten

      es gibt auch sehr mächtige asiaten. aber auch da halte ich es eher unwahrscheinlich, dass die sich hinsetzen und sagen, ja wir investieren viel Geld in prosemitische PR...

    • Vor 9 Monaten

      Ich echauffiere mich nur über das "Ich formuliere es mal vorsichtig. Es gibt den ein oder anderen sehr (einfluß)reichen Menschen mit jüdischen Wurzeln auf dieser Erde.". Das klingt direkt so nach Weltverschwörung und Rothschild-Sagerei.

      Die Sache mit der PR ist meiner Meinung nach Quatsch, mit PR kann man längst nicht jeden überzeugen und es gibt ja auch einiges an antisemitischer "PR".

      Zu Mundis Zahlen: Zugegebenermaßen, in den USA ist das so, aber bedenke, dass sowohl Hindus als auch Juden verhältnismäßig kleine Gruppen sind, da sind statistische Abweichungen rein logisch häufiger. Natürlich gibt es abgesehen davon auch Gründe, für diese Entwicklungen, zb die von dir genannte IT-Migration, oder bei den Juden, könnte ich mir vorstellen, dass eher schon vorher wohlhabende Juden in die USA immigriert sind. Ist aber nur Spekulation.

    • Vor 9 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 9 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 9 Monaten

      @LAPSCOCK
      Das ist doch jetzt Schwachsinn. Wie soll torque das denn sonst formulieren? Viel vorsichtiger geht es ja schon fast gar nicht mehr.

    • Vor 9 Monaten

      Oho, jetzt auf dhvw-Niveau mit Namensspielchen? Chapeau! Er soll den Quatsch mit "Ich formuliere es mal vorsichtig" weglassen! Es gibt doch keinen Grund es vorsichtig zu formulieren, außer, er dürfte nicht sagen, dass es wohlhabende Juden gibt. Und dazu noch das "(einfluss-)", was im Hinblick auf das Beauftragen einer PR-Agentur überflüssig ist und mich an zionistische Verschwörung denken lässt.

      Falls es wirklich ein Versuch war, den Sachverhalt vorsichtig zu formulieren, okay, ich finde es unglücklich, weil diese Vorsicht nicht nötig sein sollte.

      (Ich sehe aber schon, wie man, mit allgemein eher xenophobem Weltbild, Angst davor haben könnte, als Antisemit dargestellt zu werden, wenn man von reichen Juden spricht.)

    • Vor 9 Monaten

      @CAPSLOCK Ja eh, das betonte ich ja. Der Grund, weshalb das so ist, ist imho die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung im Rahmen des zweiten Weltkriegs.
      Der einfache Mensch jüdischen Glaubens konnte sich sowas in den meisten Fällen nicht leisten und insbesondere Finanziers, Juristen und Wissenschaftler waren natürlich höchst gefragt Übersee.
      Auf den Gesamtbesitz o.ä. gesehen machen Juden selbstverständlich sehr wenig aus, selbst in den USA. Circa 50% aller Millionäre sind (Alibi-)Christen und danach kommt lange nichts mehr.

      Mein Kommentar sollte vor allem auf diverse Vorurteile bezogen sein, wo Leute sich natürlich bestätigt fühlen, da sie größtenteils wohlhabende Juden sehen, wenn sie überhaupt Mal welche zu Gesicht bekommen.

    • Vor 9 Monaten

      Manchmal stelle ich mir vor, wie schön es wäre, wäre Deutsch immernoch die Sprache der Wissenschaft. Mit Englisch habe ich zwar keine Probleme, doch Mal so 'ne Arbeit in der Muttersprache zu verfassen, das hätte schon eine eigene Qualität irgendwie. Danke Adolf!

    • Vor 9 Monaten

      @capslockftw unter Umständen solltest vllt du den Aluhut absetzen? :trusty: :saint:

    • Vor 9 Monaten

      Was gibt es denn da bitte vorsichtig auszudrücken?

    • Vor 9 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 9 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 9 Monaten

      @SLAPCOCK:
      Natürlich gibt es einen Grund, das vorsichtig zu formulieren. Eben weil es diese albernen Verschwörungstheorien bzgl. der reichen, weltbestimmenden Juden gibt und man explizit nicht diesen Stereotyp zementieren oder damit in Verbindung gebracht werden möchte.
      Generell sehe ich das eigentlich genauso wie du, dass man eine solche Aussage eigentlich nicht weiter kommentieren müssen sollte. Aber hätte er es nicht getan und nur etwas im Sinne von "es gibt ja auch (viele) (einfluss-)reiche Juden" hätte es halt genauso wieder sein können, dass da irgendein Hampelmann aus der Ecke gesprungen kommt und das als Antisemitismus verstanden haben will.
      Letzten Endes ist das eine Abwägungsfrage, ob man sich jetzt ohne Metakommentar ausdrückt und dann riskiert, dass die Aussage im falschen Kontext tatsächlich antisemitisch rüberkommt. Oder ob man einen Metakommentar macht und dann sich eventuell auch anhören lassen muss, man zementiere einen Stereotyp, nur weil man in seiner Aussage durchscheinen lässt, dass man sich bewusst ist, dass es diesen Stereotyp gibt. So oder so, wie man's macht, macht man's falsch.

    • Vor 9 Monaten

      Sowohl die Aussage "Es gibt viele reiche Juden" als auch "ich sag's mal vorsichtig" können je nach KONTEXT antisemitische Konnotation haben oder sie können es nicht. Nämlich beides mal jeweils, wenn der Autor mit solchen Aussagen mehr sagen oder andeuten möchte, als er es mit der Aussage allein eigentlich tut.

    • Vor 9 Monaten

      Viel besser als der erste Versuch :-*

      'Es gibt doch auch reiche Juden. Wenn das mit einer PR-Agentur funktionieren würde, hätte man es schon getan, denke ich.'

      Bei dem Satz sehe ich keine antisemitische Konnotation. Das "viele" hast du da ja auch eingebaut, und das drückt die Aussage vielleicht wirklich in die Richtung.

      Abgesehen davon unterscheiden sich deine beiden Varianten schon. Einmal haben wir eine nachprüfbare Behauptung, es gibt viele wohlhabende Juden. "Ich formuliere das mal vorsichtig" ist emotionaler, offener, interpretierbarer, und damit, meiner Meinung nach, gefährlicher.

      Ich behaupte Mal, dass, wenn torque das nicht so vorsichtig formuliert hätte, und ein anderer Kaspar gekommen wäre, und ihn ob der reichen Juden des Antisemitismus beschuldigt hätte, ich dazwischen gekaspart hätte. Zumindest würde ich es mir von mir wünschen.

    • Vor 9 Monaten

      Falls ich mal gebannt werden sollte (spoiler: won't happen, probably), werde ich mich SLAPCOCKFTW nennen.

    • Vor 9 Monaten

      Was ist cooler aber? Buddhismus oder Taoismus?

    • Vor 9 Monaten

      Daoismus. Aber sowas von hundert.

    • Vor 9 Monaten

      Na wenigstens sind wir uns da einig.

      Wobei Buddhismus irgendwie schon auch so einen cookie cutter Status hat. I'm a sucker for Dhammapada.

    • Vor 9 Monaten

      @SLAPCOCKFTW:
      Größtenteils Zustimmung meinerseits. Nur dassselbst "nachprüfbare Behauptungen", je nachdem in welchen Kontext man sie stellt, durchaus sinnverstellend oder mit antisemitischer Konnotation eingesetzt werden können. In diesem Fall wäre dein Beispiel aber wohl wirklich unproblematisch.
      Und bzgl. des zweiten Teils sagst du es ja selber "'Ich formuliere das mal vorsichtig' ist emotionaler, offener, interpretierbarer, und damit, meiner Meinung nach, gefährlicher.". Es greift auf jeden Fall den Stereotyp auf, aber ob die eigentliche Absicht jetzt die Distanzierung vom oder Forcierung des Stereotyps war, ist im Einzelfall halt nicht immer klar. Vielleicht können wir uns ja soweit einigen, dass auch ein bewusstes Aufgreifen und eine Distanzierung von einem Stereotyp im "gut gemeinten" Sinne, diesen Stereotyp halt immernoch aufgreif und dadurch, ob jetzt mit Absicht oder nicht, auch weiter verfestigt und in dem Sinne so oder so nicht ideal ist. Vielleicht wolltest du das auch schon von Anfang an sagen und ich habe das nur falsch verstanden. Dann nehme ich das soweit auch zurück.

    • Vor 9 Monaten

      Können wir uns drauf einigen. Habe beim Schreiben meines ursprünglichen Betrages nicht genug bedacht, dass das auch ein aufrichtiges vorsichtig Formulieren sein könnte.

  • Vor 9 Monaten

    Am Ende des Tages ist es immernoch so, dass es viele muslimische Israelis gibt, die ihre Religion in Israel auch frei leben können. Andersherum kann man das weniger sagen.
    Gott schütze Israel!